Bild: Loreley Military TattooBild: Loreley Military Tattoo
Ticket für das Loreley Military Tattoo auf der Loreley Freilichtbühne in Sankt Goarshausen. 
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Loreley im Schottenrock: 400 Künstler marschieren zur schnellsten Musikparade auf

 Marching Bands aus fünf Nationen sorgen am 5. August für Gänsehautatmosphäre beim Loreley Tattoo 2017 / Berühmte Red Hot Chilli Pipers auf der Freilichtbühne

 Die Loreley feiert wieder groß im Schottenrock: Mit dem Loreley Tattoo 2017 lässt das größte und bekannteste internationale Marching-Band-Event Deutschlands am Samstag, den 5. August, erneut den sagenumwobenen Felsen im oberen Mittelrheintal erbeben. Bereits zum siebten Mal sorgen namhafte Bands und Musikkorps aus fünf Nationen sowie die legendären „Pipers of the World“ mit einer Show der Superlative auf der frisch sanierten und teilweise neu gestalteten Freilichtbühne Loreley ab 20 Uhr für Gänsehautatmosphäre.

 „Das Loreley Tattoo ist in diesem Jahr so schnell, dynamisch und spektakulär wie nie zuvor. Rund 400 Musiker und Tänzer gestalten ein atemberaubendes Programm für die Fans von Marching Bands, traditioneller Dudelsack- und Militärmusik sowie Symphonischer Blasmusik“, sagt Produzent Ulrich Lautenschläger. Mit den Red Hot Chilli Pipers hat sich erneut nach 2015 die wohl berühmteste Pipe-Band der Welt angesagt. Ihre Mischung aus schottischer Musik mit Rock- und Pop-Hymnen, gespielt auf handfesten Bagpipes und Trommeln mit original schottischem Akzent, rufen bei ihren Auftritten regelmäßig Begeisterungsstürme hervor.

 Zugesagt haben außerdem die Fanfara „Bersaglieri Guglielmo Colombo“ aus Italien sowie The Band and Bugles of The Rifles, ein Musikkorps von Infanterie-Regimentern der Britischen Streitkräfte. Dazu gesellt sich das Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen Linden, eine mit nationalen und internationalen Auszeichnungen dekorierte Band, die bei jedem Auftritt durch mitreißende Rhythmen und ausgefeilte Choreographien begeistert. „Mit diesem Dreigestirn wird die Show so rasant wie noch nie: Die Band aus Großen Linden marschiert nach dem deutschen Marschtempo, die Rifles in doppeltem Marschtempo und die Bersaglieri treten im Laufschritt auf“, erklärt Produzent Lautenschläger.

 Der Erfinder des Loreley Tattoos, das inzwischen als „Deutschland Military Tattoo“ u.a. in der Frankfurter Festhalle Erfolge feiert, rief vor einigen Jahren auch die „Pipers of the World“ ins Leben. Die so genannte Massed Band, bestehend aus mehreren kleineren eigenständigen Pipe-Formationen, musiziert unter der Leitung des Senior Drum Majors. „Die Pipers of the World sind in optischer wie in musikalischer Hinsicht eine Attraktion“, verspricht Lautenschläger. Mit den „Highland Dances“ bringen die „Mainland European Highland Dancers“ zudem weiblichen Charme auf die Loreley. Sie zeigen militärische Tänze, mit denen einst Könige und Clan-Chefs die Geschicklichkeit und Ausdauer von Männern herausfanden, um sie dann zu Soldaten auszuwählen.

 Seit seinem Tattoo-Debüt beim „Deutchland Military Tattoo 2013“ auf Schalke ist Major Jason Griffiths der Liebling des Publikums und deshalb auch auf der Loreley 2017 unverzichtbar. Ihm wurde im Vorjahr eine besondere Ehre zuteil als er mit der musikalischen Leitung des weltberühmten „Royal Edinburgh Military Tattoo“ beauftragt wurde.

 Regie und Moderation übernimmt in bewährter Weise Helmut Jäger. Er war mehr als 30 Jahre lang eine der markantesten Stimmen des deutschen Radioäthers und Fernsehens. In fast 20 Jahren moderierte er rund 2.500 beliebte Unterhaltungssendungen in der ARD. Als Offizier der Bundeswehr hat Helmut Jäger für die deutsche Militärmusik bereits in rund 100 Großveranstaltungen und Konzerten die Spitzenorchester der Militärmusik aus aller Welt präsentiert und ist auch auf der Loreley von Anfang an einer der Erfolgsgaranten.

Hintergrund

 Nicht-Eingeweihte dürften bei dem Wort „Tattoo“ zunächst stutzen. Doch in diesem Fall ist nicht die Nadelkunst auf nackter Haut gemeint. Der Ursprung des Begriffs „Tattoo“ (Zapfenstreich) liegt in der im 17./18. Jahrhundert gebräuchlichen Wendung „Doe den tap toe“ („Dreht die Zapfhähne zu!“), mit der in Schottland das Schließen des Ausschanks in der Wirtsstube signalisiert wurde. Der Befehl, stets begleitet von Musik, sollte sicherstellen, dass die Soldaten nicht allzu spät in ihre Unterkünfte zurückkehrten. In neuerer Zeit wurde daraus „Tattoo“, der Name für militärmusikalische Veranstaltungen mit Bands und marschierenden Formationen. Das berühmteste dieser Art ist das „Royal Edinburgh Military Tattoo“.

 Die Idee des „Deutschland Military Tattoo“ hatte Produzent Ulrich Lautenschläger bei einem Besuch in London anlässlich der traditionellen Geburtstagsparade für die Queen. Ihn haben die Pferde, die Uniformen, die Musik und vor allem das junge Publikum begeistert. „Dieses Feeling wollte ich auch nach Deutschland bringen“, so Lautenschläger. Seine Idee verwirklichte er vor sechs Jahren zunächst auf der Loreley. Gemeinsam mit den besten Musikern des Genres konnte er seine „Tattoos“ inzwischen international in der ersten Reihe der Militär-Musik-Shows platzieren. Durch die Erfolge auch auf Schalke und in der Frankfurter Festhalle hat das „Deutschland Military Tattoo“ bereits große Bekanntheit erlangt.