MÄDCHENORCHESTER - Musiktheater mit klassischer und elektronischer Musik nach Erinnerungen der Mitglieder des Frauenorchesters Auschwitz Tickets - Berlin, Heimathafen Neukölln

Event-Datum
Freitag, den 20. September 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Karl-Marx-Straße 141,
12043 Berlin
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Saalbau Neukölln Kultur & Veranstaltungs gGmbH (Kontakt)

Sofern verfügbar, erhalten Schüler, Studenten & BerlinPass Inhaber ermäßigte Tickets.
Ermäßigungsberechtigte müssen beim Einlass neben dem Ticket den Ermäßigungsnachweis vorlegen.

Plätze für Rollstuhlfahrer sind nur im Saal verfügbar (Karten über die Kasse im Heimathafen)
Ticketpreise
ab 18,60 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Mädchenorchester  - Spreeagenten
Beschreibung:
Das Räderwerk der Vernichtungsmaschinerie Auschwitz dreht sich – begleitet von Orchestermusik. Musizieren auf Befehl, musikalische Zwangsarbeit. Weibliche Häftlinge im Durchschnittsalter von 19 Jahren sehen unvorstellbares Grauen und müssen dazu aufspielen. Die Musik erfüllt Funktionen: Sie ist Ausdruck der Macht der Nationalsozialisten, sie koordiniert und rhythmisiert Arbeit, sie beruhigt und quält, sie dient der Unterhaltung und Entspannung der SS-Offiziere. Auch die Frauen müssen funktionieren, sie spielen um ihr eigenes Leben.
Das zeitgenössische Musiktheater der spreeagenten widmet sich den Erinnerungen von Zeitzeuginnen, die Mitglieder des Frauenorchesters von Auschwitz waren. Es entsteht ein grenzüberschreitender Dialog zwischen Text und Musik; klassischem Repertoire und elektronischer Neukomposition; zwischen Vergangenheit und Gegenwart; Zeitzeuginnen, Ensemble und Publikum zu den Fragen „Wie kann man überleben?“ und „Was bedeutet mir meine Kunst?“
Eine Gruppe junger Darsteller*innen und Orchestermusiker*innen bilden gemeinsam mit Schauspielerinnen und Sängerinnen das Ensemble. Sie werden zum Klangkörper der Erinnerungen der Musikerinnen von Auschwitz und ihrer individuellen persönlichen und künstlerischen Verarbeitung über das Ende des Zweiten Weltkrieges hinaus.

Mit:
Sonja Kessner (Schauspiel)
Anna Langner (Sopran)
Junges Ensemble:
Lea Böhm, Elli (Liam) Drews, Mounir El-mohamad, Denise Priegnitz, Emelie Stein, Rudi Stein, Jardel Tibusseck
Orchester:
Josephin Berger, Cornelius Bernitzky, Gabriela van Dijk, Jonas Fink, Yves Hachenberger, Anne Hänisch, Luise Homann, Sophie Irmer, Hanna Ittner, Rebecca Meisel, Sophie Oberschmidt , Leon Pester, Adrian Petersen, Lukas Postulka, Tobias Ronneberg, Florian Schumann, Birte Tröger, Emeli Tröger, Therese Wegerich, Nele Wolf, Olga Yanchuk

Konzept, Text, Regie: Susanne Chrudina
Komposition, Musikalische Leitung: Daniela Lunelli aka Munsha
Orchesterleitung: Till Schwabenbauer
Ausstattung: Stefan Oppenländer
Dramaturgie: Sabine Salzmann
Produktionsleitung, Regieassistenz: Chris Wohlrab
Musikwissenschaftliche Mitarbeit, Dirigat: Gabriela van Dijk
Pädagogische Begleitung: Jördis Gierig
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Nora Gores
Filmdokumentation: Branka Pavlović
Grafik: Ulrich Kochinke
Hospitanz Technik: Tjark Lasch

Eine Produktion der spreeagenten in Kooperation mit der Ernst-Haeckel-Schule Berlin-Hellersdorf, dem Jugendorchester der Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg, dem Jugendkammerorchester Berlin e.V. und TATWERK | Performative Forschung.
Gefördert durch den HAUPTSTADTKULTURFONDS und aus Mitteln des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung. Wir danken dem "Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V.“ für die finanzielle Unterstützung, dem Staatlichen Museum und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und dem Theaterhaus Mitte.
Medienpartner ist die taz. die tageszeitung.

29.08., 19:00 Uhr – Premiere
30.08., 20:00 Uhr – Gesprächsrunde im Anschluss
19.09., 19:00 Uhr – Im Anschluss an die Vorstellung - Austauschformat »Kartographie« mit Theaterscoutings
Berlin. Jede/r ist eingeladen, die Bühne mit eigenen
Gedanken, Erinnerungen und Fragen zu erkunden und individuelle Aufführungserlebnisse in einem anschließenden Gespräch zu teilen.
Autor*innen: Geheime Dramaturgische Gesellschaft. Durchführung: Anna-Sophia Fritsche
20.09., 20:00 Uhr – Gesprächsrunde im Anschluss
Bild: Heimathafen Neukölln Berlin

Informationen zum Heimathafen Neukölln in Berlin:
 
Der Heimathafen Neukölln steht seit 2009 für neues Volkstheater aus Berlin. Mit einem vielfältigen Programm aus Schauspielproduktionen, Musiktheater, Konzerten, Lesungen und neuen Show-Formaten hat der Heimathafen dem vielschichtigen Bezirk Neukölln eine Stimme verliehen - geprägt von einem Crossover an Stilen, Genres und Kulturen.
 
Mit dem neuen Motto Wir Sind Volkstheater! setzen sie auch im Jahr 2018 ihr Anliegen fort, Volkstheater neu zu erfinden und provokant und kontrovers mit Leben zu füllen. (Bild & Text: heimathafen-neukoelln.de)