Michael Kohlhaas - ein brandenburgischer Western Tickets - Berlin, Theater im Palais

Event-Datum
Sonntag, den 25. November 2018
Beginn: 16:00 Uhr
Event-Ort
Am Festungsgraben 1,
10117 Berlin
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: THEATER IM PALAIS Berlin (Kontakt)

ERMÄßIGUNGEN:
Schüler, Studenten (bis zum vollendeten 30. Lebensjahr), Auszubildende und Arbeitslose gegen Vorlage eines gültigen Nachweises.

LAST MINUTE TICKETS:
30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn werden RESTKARTEN an der Abendkasse NUR auf Anfrage und NUR nach Maßgabe vorhandener Plätze für Empfänger von ALG II + ALG I (gegen Vorlage der Nachweise) zum Preis von 3,- € angeboten.
Dieses Angebot ist NICHT vorbestellbar. Ausgenommen sind auch Premieren, Sondervorstellungen und Silvester.

Das THEATER IM PALAIS unterstützt den Verein KulturLeben Berlin, der Veranstaltungstickets an...(Mehr Info)
Ticketpreise
von 16,50 EUR bis 27,50 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Michael Kohlhaas - Theater im Palais Berlin
Michael Kohlhaas - ein brandenburgischer Western
von Heinrich von Kleist

Mit
HANSA CZYPIONKA | Drehleier und Stimme
CLAUS BOESSER-FERRARI | an der Gitarre

Michael Kohlhaas kennt jedes Kind. Aber gelesen? Hat ihn wohl kaum jemand. Zumindest nicht freiwillig. Zu komplex die Syntax, zu verwirrend die Handlungsstränge, zu unübersichtlich viele Personen...Irgendwas mit Pferden, soviel wissen die meisten noch. Na immerhin. Nach diesem Abend wissen Sie mehr. Versprochen.

Dabei könnte der Plot mitreißender kaum sein. Unter dem Dickicht der Kleist’schen Schachtelsätze blühen viele seltsame, mitunter verwunschene Pflanzen. Monumental brachiale Szenen, anrührende und todtraurige – tiefe Verletzungen und der stürmische Wunsch nach Wiedergutmachung – inmitten dieses Orkans in einem viel geteilteren Deutschland als uns heute vorstellbar erscheint, kämpft ein Mann um sein Recht – und ist bereit, dafür nahezu jeden Preis zu zahlen.

Sein Triumph ist gleichzeitig sein Untergang.

„Mit der Machete“ bahnen Hansa Czypionka und sein Mitstreiter Claus Boesser-Ferrari uns den Weg durch diesen wilden Garten, bis alles klar und reingewaschen erscheint wie nach einem befreienden Gewitter. Jedes Wort ist von Kleist – aber eben kein Wort zu viel.
Endlich versteht man, was Hinz und Kunz – ja, auch sie kommen hier vor! – zu dieser Geschichte beigetragen haben.

Claus Boesser-Ferrari an der Gitarre und Hansa Czypionka, Drehleier und Stimme, lassen eine Welt erstehen, die uns weit weg erscheint und trotzdem eigenartig vertraut...

Hansa Czypionka
wuchs in Bochum auf. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Steinbildhauer; anschließend studierte er Schauspiel an der renommierten Folkwang Hochschule Essen.
Erste Theaterengagements führten ihn ans Schauspielhaus Bochum, an das Niedersächsische Staatstheater Hannover und ans Burgtheater in Wien.
Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Darstellung des Max Kruska in dem legendären Bergarbeiter-Epos "Rote Erde II" bekannt. Seitdem hat Hansa Czypionka in unzähligen Kino- und Fernsehproduktionen immer wieder seine Vielseitigkeit und enorme Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt.
Zu den Highlights seiner Karriere gehören seine Mitwirkung im Oscar-nominierten Film "Jenseits der Stille" von Caroline Link und die Verkörperung des Kemal Kayankaya in "Happy Birthday, Türke!" von Doris Dörrie, für die er mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Civis-Preis ausgezeichnet wurde.
Neben seinen vielfältigen Tätigkeiten für die Leinwand und auf der Bühne sind musikalisch-literarische Programme mit dem Ausnahme-Gitarristen Claus Boesser-Ferrari sein Herzensprojekt.

Claus Boesser-Ferrari
verfügt über eine völlig eigene Klangsprache und seine Konzerte sind geprägt von einer einzigartigen Dramaturgie, die Spannungsbögen virtuos und feinnervig auslotet. So entstehen Assoziationen an Filme und überwältigende Naturereignisse.....
CBF schreibt Musiken für die großen deutschsprachigen Theaterhäuser Zürich, Berlin, Basel, Hamburg - eine stark cineastische Handschrift zeichnet seine Werke aus.
Zu monumentalen Klang-Skulpturen aufgetürmte Groove-Kaskaden münden im nächsten Moment weich in äußerst filigrane, hochsensible und hauchzarte Melodien.
Indianische Ritualgesänge und Themen wie aus Karl-May-Filmen wechseln sich mit flächigen Soundlandschaften und energiegeladenen, perkussiv treibenden Rhythmen ab.
Seine ausgedehnten Konzertreisen führen ihn um die ganze Welt - von Brasilien über Arizona nach Madagaskar und Moskau - die Shanghai Symphony Hall, das Beijing Theatre und die Tokyo Pacific Hall sind ihm ebenso vertraute Spielstätten wie das World Guitar Festival in Bangalore. Als begnadeter Improvisationskünstler spielt er mit Größen der Szene wie Fred Frith und Marc Ribot. Bei AFR sind mittlerweile acht Solo-CDs von ihm erschienen, darüber hinaus etliche Kollaborationen.