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Bild: Mischa Maisky & ChaartsBild: Mischa Maisky & Chaarts
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Eigenwilliger Romantiker am Cello

„Ich spiele nicht für die Kenner!“, erklärte Mischa Maisky einmal. „Sie brauchen mich eigentlich nicht.“, so der weltweit gefeierte Cellist. „Ich spiele für die Menschen, die ein Stück vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben hören. Um es ihnen zu ermöglichen, die wesentlichen Aspekte eines Stücks zu würdigen, versuche ich stets mit einem Höchstmaß an Ausdruck und Kraft zu spielen.“ Maiskys Streben nach größter Expressivität, sein von Temperament, Intensität und technischer Perfektion geprägtes Spiel verhalfen dem in Lettland geborenen und in der Sowjetunion aufgewachsenen Künstler zu Weltruhm und trugen ihm den Beinamen „Romantiker des Cellos“ ein.

Zwei seltene Vergnügen sind mit ihm zu erleben: zum einen das G-Dur Cellokonzert von Boccherini mit seinen heiteren Ecksätzen und dem berührend schlichten Adagio. Zum anderen eine von Maisky beauftragte Übertragung der „Arpeggione Sonate“. Bei diesem Konzert übernimmt nun das Streichorchester den Klavierpart – spannend für das Publikum wird der Vergleich zur Fassung mit Gitarre.

Die Sonate gehört zu Schuberts Spätwerk. In ihrem Sentiment erinnert sie an die „Unvollendete“, bringt aber auch die biedermeierliche Leichtigkeit zurück. Mit Bartóks Divertimento ist ein zentrales Orchesterwerk zu hören, das der Ungar Gábor Takács-Nagy wie kein Zweiter mit Verve und Intensität zu dirigieren weiß.