Miss Sara Sampson - Schlosstheater Celle
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Information zur Veranstaltung

Mellefont hat plötzlich seine Leidenschaft für die junge Sara entdeckt. Er verlässt seine Geliebte, die Marwood, mit der er jahrelang zusammengelebt hat und entführt Sara. Trotz seiner Liebe zu Sara kann er sich aus Furcht zeitlebens gefesselt zu sein, nicht für eine Heirat mit ihr entscheiden. Die Marwood, mit der er eine zehnjährige Tochter hat, macht den Aufenthaltsort des Paares ausfindig. Sie gibt dem Vater Saras Kenntnis davon und reist mit ihrer Tochter Mellefont nach. Auch Sir William Sampson begibt sich zu dem Gasthof, in dem sich Sara und Mellefont verborgen haben. Als die Marwood merkt, dass alle Drohungen und Schmeicheleien bei Mellefont nichts bewirken, gibt die frühere Geliebte vor abreisen zu wollen, wenn sie Sara ein einziges Mal unter falschem Namen gegenübertreten darf. Sara hat inzwischen einen Brief ihres Vaters erhalten, in dem er ihr verzeiht. Die Marwood nutzt die Gelegenheit des Zusammentreffens mit Sara dazu, die Nebenbuhlerin zu vergiften. Die sterbende Sara vergibt der Mörderin und bittet den herbeigerufenen Vater, Mellefont als seinen Sohn zu betrachten und sich dessen Tochter Arabella anzunehmen. Als Mellefont sich erdolcht, will Saras Vater beiden ein Grab errichten und für Arabella sorgen. Lessing schrieb 1755 mit »Miss Sara Sampson« das erste deutsche »bürgerliche Trauerspiel«. Ein Paradigmenwechsel. Erstmals werden Bürger zu den Protagonisten einer Tragödie. Bis dahin waren die »Heldenrollen« in Tragödie und Trauerspiel dem Adel vorbehalten. Bürger tauchten als Hauptfiguren nur in der Komödie auf. Lessing durchbrach hiermit eine zweitausendjährige Theaterkonvention.