Musiktheater: Der Fall Babel Tickets - Schwetzingen, Rokokotheater

Event-Datum
Sonntag, den 28. April 2019
Beginn: 18:00 Uhr
Event-Ort
Schloss-Straße 2,
68723 Schwetzingen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: SWR Media Services GmbH, SWR Service (Kontakt)

Rollstuhlfahrer und anderweitig behinderte Personen mit dem Merkzeichen B in Ihrem Schwerbehindertenausweis, wenden sich bitte an den SWR Classic Service: Tel: 07221 - 300 100
Ticketpreise
von 18,00 EUR bis 68,00 EUR und Ermäßigungen
Weitersagen und mit Freunden teilen
Bild: Schwetzinger SWR Festspiele 2019
Musiktheater von Elena Mendoza und Matthias Rebstock
 
Unter Verwendung von Texten von
Fabio Morábito, Yoko Tawada und Cécile Wajsbrot
 
Elena Mendoza Komposition, Text, szenische Mitarbeit
Matthias Rebstock Regie, Text, musikalische Mitarbeit
Walter Nußbaum
Musikalische Leitung
Bettina Meyer Bühne
Sabine Hilscher Kostüme
Ulrich Schneider Licht
 
SCHOLA HEIDELBERG
 
Tobias Dutschke, Martin Homann, Almut Lustig
Schlagzeug
Ayano Durniok Schauspielerin
David Luque Schauspieler
 
SWR EXPERIMENTALSTUDIO
Joachim Haas, Sven Kestel, Constantin Popp Klangregie
 
Uraufführung | Auftragswerk der Schwetzinger SWR Festspiele
 
 
Ganze neun Verse umfasst die alttestamentarische Geschichte vom Bau der Stadt Babel und ihrem bis in den Himmel reichenden Turm, aber die Quintessenz der Erzählung ist ungeheuerlich. Gott straft die Menschen mit Vielsprachigkeit. Ohne einander zu verstehen, können sie den Bau nicht vollenden und zerstreuen sich über die Erde. Als gottgegeben wird erklärt, dass ein vielstimmiges Miteinander nicht möglich sei. Die Vielsprachigkeit müsse überwunden werden, um einen vorhistorischen paradiesischen Zustand wiedererlangen zu können. Elena Mendoza und Matthias Rebstock beziehen sich auf diesen Mythos, allerdings in einer modernen Form, die den Mythos spiegelt, ihn umkehrt: Fabio Morábito hat diese Vision in seinem Essay Por qué traducimos entworfen: Er beschreibt das Bild einer in ferner Zukunft existierenden einsprachigen, kulturell völlig verarmten menschlichen Gesellschaft, die zurückblickt auf unsere Gegenwart, die zwar voller Widersprüche, aber auch gerade deshalb voll Reichtum ist. Dieser Text liefert gleichsam die Grundidee, wird aber nicht direkt vertont, sondern drei Erzählstränge werden verwoben, die aus dem babylonischen Sprachgewirr hervortreten. In Gestalt einer negativen Utopie artikulieren die Autoren ihr Plädoyer für die existentielle Notwendigkeit kultureller Vielfalt.
 
Einführung: 17 Uhr, Kammermusiksaal