Bild: Mutter Courage und ihre Kinder - Theater Philharmonie Thüringen
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Information zur Veranstaltung

Drama von Bertolt Brecht
Musik von Paul Dessau

„Ich lass mir von euch
den Krieg nicht madig machen!“
Mutter Courage

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges zieht Anne Fierling, genannt Mutter Courage, gemeinsam mit ihren drei Kindern durch Europa und versorgt die Truppen mit Waren. Durch ihren Handel hält sie ihre Familie in der wirtschaftlich schweren Zeit über Wasser. Doch der Krieg fordert auch von Mutter Courage seinen Tribut: Ihren ersten Sohn verliert sie an einen Offizier und wenige Jahre später wird ihr jüngster Sohn in Kriegsgefangenschaft genommen. Noch während die Mutter um die Freilassungssumme verhandelt, wird der Sohn erschossen. Nun muss sie allein mit ihrer stummen Tochter Kattrin gegen die Widrigkeiten des Krieges kämpfen. Betrug, Raub und Misshandlungen haben die beiden Frauen zu ertragen. Umso länger der Krieg andauert, desto mehr hält Courage an ihrer Prämisse fest: Der Krieg ist ein Geschäft und Mitleid macht niemanden satt.

Bertolt Brecht (1898-1956) schrieb Mutter Courage 1938 im schwedischen Exil. Das 1941 in Zürich uraufgeführte Lehrstück zeichnet sich durch die Mittel der von Brecht begründeten Form des epischen Theaters aus. Mit Hilfe von Verfremdungstechniken soll dabei der Zuschauer, anstatt emotional in eine Illusionswelt der Bühne einzutauchen, rational gefordert werden. Hierbei spielt insbesondere die Musik von Paul Dessau eine wichtige Rolle, die das Bühnengeschehen unterbricht und reflektiert.

Brecht zeichnet das Bild einer kapitalistischen Gesellschaft, die es versteht, aus Leid und Not einen Nutzen zu ziehen. Mutter Courage verliert mit jedem Verlust eines ihrer Kinder ein Stück mütterlicher Wärme und gewinnt an wirtschaftlicher Effizienz.