Nikola Komatina (Akkordeon): Inspiration Tickets - Münster, Privathaus

Event-Datum
Samstag, den 22. Juli 2017
Beginn: 19:30 Uhr
Event-Ort
siehe Ticket,
48161 Münster
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: GWK (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind:

GWK-Mitglieder, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Sozialdienstleistende.

Rollstuhlfahrer melden sich bitte direkt bei der GWK an. Tel: 0251-5913041 oder Sabrina.dettmar@lwl.org.

Die Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass vorzuzeigen.
Ticketpreise
ab 20,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Küchenterz
Auch Nikola Komatinas Auftritte tragen dazu bei, dass sich sein Instrument derzeit in der Klassik etabliert. Mit Originalwerken und Transkriptionen inspiriert der serbische Akkordeonist, Preisträger der GWK-Preis und weiterer Wettbewerbe, sein Publikum, will es in „eine andere Dimension, die seelische Tiefe und Höhe zugleich“ ist (Komatina), spielen. Zum KÜCHENTERZ ist er bei Kunstliebhabern zu Gast. Sie sammeln Werke befreundeter Künstler und „pflanzten“ eine Aluminiumskulptur des Bildhauers Ulrich Möckel als Hausbaum auf den Vorplatz ihres Reihenhauses.

„Inspiration“ lässt die Funken sprühen, mit dem fröhlichen Showpiece „Étincelles“, in dem es durch‘s Stakkato und superschnelle Läufe nur so blitzt, mit Bach und Scarlatti. Die Bearbeitungen der Stücke für Klavier oder Cembalo zeigen, was das Akkordeon mehr kann als diese: den einzelnen Ton dynamisch formen. Das komplette technische und musikalische Profil des Akkordeons aber präsentiert Komatina in den Originalstücken für sein Instrument. So hat Zabel seine Caprice Nr. 1 für den Virtuosen geschrieben. Fliegende Töne – das Tempo ist hoch, der Rhythmus komplex – werden von stark akzentuierten Akkorden unterbrochen, lang ausgehaltene Töne stehen schnellen, rhythmisierten Notengruppen, stechend hohe Töne tiefen Bässen gegenüber. Dann die gewaltigen „Black Birds“ des finnischen Komponisten Kalevi Aho, „eins der vielschichtigsten, aufregendsten und schwierigsten Werke der modernen Akkordeonliteratur“ (Komatina): Vögel des Lichts, Vögel der Nacht, seltsam fremde und trostlose Vögel. Zu diesem Satz stellt sich Komatina die Welt nach der Explosion einer Atombombe vor. Anspannung und Gespanntheit – die sich auflösen im intensiven und farbigen Schlusssatz, der den Klang verschmilzt. Man ist „beruhigt, gelassen und erfüllt“, so Komatina. Danach kann er, der Vielseitige und Bewegliche, leicht das klassische Repertoire erweitern, überschreiten: mit Neuem Tango und zwei so berührenden wie eingängigen Volksliedern aus seiner Heimat, die er auch singt.

Programm:
Joh. Sebastian Bach (1685–1750): Aus der Englischen Suite Nr. 5 e-Moll BWV 810
Frank Zabel (*1968): Caprice Nr. 1 (für Nikola Komatina)
Domenico Scarlatti (1685–1757): Toccatta d-Moll K 141
Moritz Moszkowski (1854–1925): Etincelles op. 36. Nr. 6
Kalevi Aho (*1949): Aus der Sonate Nr. 2 „Black Birds“
Astor Piazzolla (1921–1992): Flora’s Game
Traditional: „Zajdi, zajdi“ (Mazedonisches Volkslied), „Mesecina“ (Roma-Lied)
Richard Galliano (*1950): „Tango pour Claude“