Philharmonisches Schlosskonzert - Theater Philharmonie Thüringen
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Information zur Veranstaltung

„Asya Fateyeva ist ein Ausnahmetalent und überzeugt mit ihrem warmen, eleganten Spiel.“ – Prof. Hermann Rauhe bei der Verleihung des Berenberg Kulturpreises 2015

Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908): Sinfonietta über russische Themen a-Moll op. 31
Alexander Glazunov (1865-1936): Saxophonkonzert Es-Dur op. 109
Claude Debussy (1862-1918): Petite Suite
Jaques Ibert (1890-1962): Concertino da camera
Hubert Giraud (1920-2016): Sous le ciel de Paris

„Eine Sensation für die Musikwelt“ heißt es über die Saxophonistin Asya Fateyeva. Auf jeden Fall eine Sensation für Altenburg, dass die junge, gefragte und preisgekrönte Solistin für das 12. Schlosskonzert mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera unter der Leitung von Takahiro Nagasaki zu Gast sein wird. Zuletzt spielte sie im Gewandhaus mit dem MDR Sinfonieorchester unter Kristjan Järvi. Mit nur 25 Jahren steht sie nicht nur auf der Preisträgerliste des Deutschen Musikrats, sondern ist auch schon Dozentin an der Musikhochschule Münster und erreichte als erste Frau das Finale des namhaften Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerbs in Belgien. Damit ist sie auf dem besten Weg ihre Vision, das klassische Saxophon neu in den Fokus des Musiklebens zu rücken, zu verwirklichen.

Ihr großes Können beweist das Ausnahmetalent in Altenburg gleich mit zwei Solokonzerten: dem Saxophonkonzert Es-Dur op. 109 von Alexander Glazunov, das bekannteste dieser Gattung, und mit Jaques Iberts Concertino da camera. Ergänzt wird das russisch-französische Programm durch Nikolai Rimski-Korsakows Sinfonietta über russische Themen a-Moll op. 31, Claude Debussys Petite Suite und Hubert Girauds schwelgendes Sous le ciel de Paris. Damit passt es sehr gut zu Fateyevas Hintergrund: Ihre Ausbildung vereint die russische Tradition des seelenvollen Musizierens mit der klassischen Schule des französischen Saxophon-Spiels.

Trotz der langen Tradition ist das Saxophon bis heute auf dem klassischen Konzertpodium eher die Ausnahme. Das bekannteste Saxophonkonzert des 20. Jahrhunderts schrieb Alexander Glazunov 1934. Glazunovs Lehrer Nikolai Rimski-Korsakow gehörte dem „Mächtigen Häuflein“ an, der einflussreichsten Gruppe von russischen Komponisten, die im späten 19. Jahrhundert eine neue, nationalrussische Kompositionsweise prägten und sich dabei besonders auf die Motivik der Volksmusik stützten. Die ursprünglich für zwei Klaviere komponierte Petite Suite von Claude Debussy zeigt die zur Zeit der Erfindung des Saxophons in Paris beliebte Musik. In dieser französischen Tradition steht auch Jacque Iberts Concertino da camera für Solo-Saxophon, das durch das in Chansons schwelgende Sous le ciel de Paris ergänzt wird.