Bild: Philosophischer Salon - Kloster Lamspringe
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Information zur Veranstaltung

Wir alle glauben, andere Menschen zu kennen. 
Manchmal sind wir überrascht, wie gut an-dere uns kennen, von denen wir das nicht gedacht hätten. 
Manchmal sind wir schockiert, wie wenig wir die Menschen kennen, von denen wir das glaubten.
Aber was muss man wissen, um sagen zu dürfen, man kenne einen anderen Menschen? 
Wie kann dieses Wissen erworben werden? 
Und wie lässt sich die ethische Dimension solchen Wissens erklären?

Jemandem zu bestätigen, er kenne uns, hat Ähnlichkeiten damit, einen Titel oder ein Recht zu verleihen. Umgekehrt kann der offensiv vertretene Anspruch, jemanden zu kennen, nicht nur epistemologisch fragwürdig, sondern auch ethisch problematisch sein - taktlos, übergriffig, verletzend.
In dem Anspruch, jemanden gut zu kennen, klingt daher nicht nur eine epistemologische, sondern auch eine ethische Vortrefflichkeit an. Die grundlegende Idee des Vortrags lautet, dass sich die Besonderheit dieses Wissens vom Anderen nur verstehen lässt, wenn wir seine Wurzel im gemeinsamen Handeln, in einer geteilten Lebensgeschichte ernst nehmen. Je-manden in einem anspruchsvollen Sinne zu kennen, erweist sich als eine notwendig geteilte Form des praktischen Wissens: Dass jemand einen anderen kennt, heißt, dass zwei sich kennen.