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Philosophisches Café Tickets - Hamburg, Literaturhaus Hamburg

Event-Datum
Mittwoch, den 03. November 2021
Beginn: 19:00 Uhr
Event-Ort
Schwanenwik 38,
22087 Hamburg
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Literaturhaus Hamburg (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind neben Mitgliedern des Literaturhaus-Vereins: Schüler, Studierende, Schwerbehinderte, Sozialhilfeempfänger und Arbeitssuchende.
Ticketpreise
ab 14,00 EUR und Ermäßigungen *
Weitersagen und mit Freunden teilen
Bild: Literaturhaus Hamburg - Livestreams
Weitere Informationen zu den die Präsenzveranstaltungen begleitenden Hygienevorschriften entnehmen Sie unserem Newsletter oder unserer Website.

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PHILOSOPHISCHES CAFÉ – SVENJA FLASSPÖHLER
Thema: Zeig mir deine Wunde! Unterwegs in die sensible Gesellschaft

»Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.« In den vergangenen Jahren scheint sich dieses Diktum Friedrich Nietzsches in sein Gegenteil verkehrt zu haben. Begriffe wie »Sensibilität«, »Empfindsamkeit« und auch »Vulnerabilität« etablieren sich zunehmend als neue Leittugenden wie auch Entwicklungsziele. Welche Folgen dieses neue Paradigma der Sensibilität mit sich bringt, welche positiven Effekte wie auch mögliche Verwerfungen es zeitigt, dieser Frage geht die Philosophin Svenja Flaßpöhler in ihrem neuen Buch »Sensibel – Über modernde Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren« (Klett-Cotta) nach. Wo liegen die Grenzen des Sagbaren – und wer legt diese fest? Ab wann ist eine Berührung eine Belästigung, ab wann ein Scherz eine Aggression? Wie hängen Identitätspolitik und gesellschaftliche Polarisierung zusammen? Wie neue Opferstilisierungen mit alten Täterprivilegien? Wie der Genderdiskurs mit neoliberalem Narzissmus?

»Sensibilität«, so Flaßpöhler, »ist eine zivilisatorische Errungenschaft. Im Kampf um Anerkennung spielt sie eine wichtige Rolle. Aber sie kann auch vom Progressiven ins Regressive kippen.« Ein Abend über empfindliche Themen und schmerzhafte Einsichten.

Moderation: Wolfram Eilenberger

Mit freundlicher Unterstützung der Udo Keller Stiftung Forum Humanum
Bild: Literaturhaus Hamburg

Von António Lobo Antunes bis Feridun Zaimoglu, von A. L. Kennedy bis John Banville: Seit 1989 ist die weiße Villa am Schwanenwik auf der Uhlenhorst Heimat für Nobelpreisträger und Nachwuchsautoren, für Künstler und Theaterleute, für Philosophen und Diskutierfreudige – eben für alle, denen die Literatur mehr als eine nette Freizeitbeschäftigung ist.

Doch nicht nur Autoren und Autorinnen der ganzen Welt, sondern gerade auch das Publikum liebt die gastfreundliche Atmosphäre, das anregende Klima und das anspruchsvolle literarische Programm im wunderbar restaurierten spätklassizistischen Haus an der Außenalster.