Bild: Pioniere der Welt in Mönchengladbach - Vortrag mit Gerhard SchröderBild: Pioniere der Welt in Mönchengladbach - Vortrag mit Gerhard Schröder
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Information zur Veranstaltung

Vortrag mit Gerhard Schröder Bundeskanzler a.D.

„Agenda 2010“, Nein zum Irakkrieg, größte EU-Erweiterung: Kapitel aus den beiden Amtszeiten Gerhard Schröders als siebter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1998 bis 2005, die als historisch verbucht werden können. Am 16. Oktober nun referiert der einzige noch lebende Altbundeskanzler auf Einladung des Initiativkreis Mönchengladbach in der Pionier-Reihe des Unternehmerzusammenschlusses zu „Herausforderungen und Perspektiven für Europa und Deutschland“. Auf die Worte des Mannes, der als Vortragsredner durch die Welt reist, darf man gespannt sein.

„Agenda 2010“
2003 galt Deutschland als der kranke Mann Europas. Mit mehr als fünf Millionen Arbeitslosen drohte die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme an die Grenzen ihrer Finanzierbarkeit zu gelangen. Um das Land zukunftsfähig zu gestalten, entwarf die Regierung unter Gerhard Schröder das marktwirtschaftliche Reformwerk „Agenda 2010“. Diese Agenda verhalf Deutschland zum Wiederaufstieg. Das Reformwerk wurde 2016 sogar mit dem Ludwig-Erhard-Preis ausgezeichnet. Den Sozialdemokraten Gerhard Schröder kostete die Agenda 2005 die Kanzlerschaft. Er verlor die „Vertrauensfrage“, die neue Bundeswahl entschied Dr. Angela Merkel für sich.

Nein zum Irakkrieg
Im Sommer 2002 kündigte Gerhard Schröder an, dass sich Deutschland unter seiner Führung nicht an einem Krieg gegen den Irak beteiligen werde. Er war von den Kriegsbegründungen, die von der US-Regierung vorgebracht wurden – so vermutete man in den USA etwa Massenvernichtungswaffen im Irak – nicht überzeugt. Gerhard Schröder bildete ein Bündnis mit den Präsidenten Jacques Chirac und Wladimir Putin. Auch die folgenden Osterweiterungen der Nato und der EU waren dadurch leichter zu erreichen.

EU-Erweiterung
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989/1990 hatten die osteuropäischen Staaten Freiheit und Souveränität wiedergewonnen, waren aber noch nicht Mitglied der Europäischen Union. Die Beitrittsverhandlungen, die im Jahr 1997 unter Dr. Helmut Kohl begonnen hatten, warteten noch auf einen Abschluss. Auf dem Kopenhagener EU-Gipfel im Jahr 2002 konnte mit deutscher Unterstützung, vor allem der polnischen Anliegen, der Weg für den EU-Beitritt von acht osteuropäischen Staaten sowie Zypern und Malta zum 1. Mai 2004 freigemacht werden. Es war die größte Erweiterung in der Geschichte der Europäischen Union. In seinem Nachruf auf Dr. Helmut Kohl schreibt Gerhard Schröder: „Nachdem ich das Amt des Bundeskanzlers übernommen hatte (…) konnte und wollte ich in der Europa- und Außenpolitik in der Kontinuität von Helmut Kohl weiterarbeiten, denn es galt mit der Erweiterung der Europäischen Union um die osteuropäischen Staaten die unheilvolle Spaltung des Kontinents endgültig zu überwinden.“

Dunja Hayali, Journalistin und Fernsehmoderatorin, moderiert den Abend.