Pop Tickets - Ulm, Stadthaus

Event-Datum
Freitag, den 25. Oktober 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Münsterplatz 50,
89073 Ulm
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: NPG-Event (Kontakt)

Rollstuhlfahrerplätze und Eintrittskarten für Menschen mit 100% Behinderung sowie der gleichzeitigen Notwendigkeit einer Begleitperson gibt es ausschließlich über die Neue Pressegesellschaft unter Tel. Nr.: 0731-156 423.

Unsere Kunden mit abomax-Karte können, sofern diese Ermäßigung online verfügbar ist, Ihre Kartennummer im Feld "abomax-Nummer" hinterlegen um die Ermäßigung freizuschalten. Sollten Sie Ihre Karte/Kundennummer nicht vorliegen haben, wenden Sie sich bitte an unser KundenServiceCenter unter 0731/156-276.
Ticketpreise
ab 24,90 EUR
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Pop

Bild: Pop
“In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.” Andy Warhol meinte es tatsächlich ernst, als er jedem diesen Quatsch versprach. Aus den 15 Minuten sind ja längst 140 Zeichen geworden. Zwar wird auch damit niemand zwingend berühmt, aber mitunter zumindest US-Präsident.

Was mit Casting-Shows begann, erreicht in Donald Trump nun endlich seinen sturmfrisierten Höhepunkt: Das Zeitalter des Amateurs. Blogger sind die neuen Journalisten, Hipster die neuen Bierbrauer, AfDler die neuen CDUler. Sänger kriegen den Literatur-Nobelpreis, Kinder erziehen ihre Eltern, das Oval Office ist der neue Hobbykeller. Und außenrum und untendrunter die Welt, die schlingert, dass es selbst den Profis schlecht wird. Die Zehner Jahre: Dilettanz auf dem Vulkan.

Die Auskenner dagegen heißen „Lügenbresse“ und „verschisenes Estäplischment“ (sic – wenn Rechte schreiben, führt das nicht zu Rechtschreibung). Einst hat man seine Mängel kaschiert, heute versteckt man seine Fähigkeiten. Wer Adorno zitiert, gilt als großkotzige Elitesau. Aber wenn man sagt: „Adorno? Sie meinen den neuen Fünftürer von VW?“ – dann ist man im Gespräch.

David Bowie, Prince, Leonard Cohen und George Michael mussten einfach sterben in dem Jahr, in dem alles Pop wurde. Mathias Tretter ist noch da. Lebendiger denn je, böse wie nie, mit dem Programm der Stunde: Pop – Politkomik ohne Predigt. Von einem Profi oraler Präsenz.
Mit Plödeleien oberster Populistik. Peziehungsweise, ohne Pescheidenheit: 150 Minuten Ruhm.


… und die Presse schrieb:

„Tretter schafft es, über Transhumanismus, die Post-Post-Moderne, das Retro-Phänomen Windowing und den Fluch der Unsterblichkeit bei gleichbleibend hohem intellektuellen Anspruch in einem derart unverschämt locker-nonchalanten Duktus und Habitus zu reden und zu spielen, dass man in Gedanken noch kein halbes Mal abschweift. (Süddeutsche Zeitung, Thomas Becker)

Polemisch, selbstironisch, intelligent, eloquent, unterhaltsam, niveauvoll. Tretter gehört zur allerersten Riege junger politischer Kabarettisten, zu jenen, die nicht in den Fußstapfen eines Granden wie Dieter Hildebrandt versinken würden. Großartig. (Göttinger Tageblatt)

Tretter geht immer. Garantiert! (Bonner General-Anzeiger)


Preise und Auszeichnungen:

Deutscher Kabarettpreis 2018
Memminger Maul 2017
Leipziger Löwenzahn 2015 (für bestes Programm der Leipziger Lachmesse 2015)
Gaul von Niedersachsen 2015
Deutscher Kleinkunstpreis 2010 (Sparte Kabarett / mit dem Ersten deutschen Zwangsensemble)
Deutscher Kabarettpreis 2009 (Förderpreis)
Bayerischer Kabarettpreis „Senkrechtstarter“ 2008
Salzburger Stier 2007 (mit dem Ersten deutschen Zwangsensemble)
Jurypreis des Berliner Kabarett-Theaters „Die Wühlmäuse“ 2006
Mindener Stichling 2006 (Sonderpreis für das Erste deutsche Zwangsensemble)
Kabarett-Kaktus, München 2003
Bild: Stadthaus Ulm

Informationen über das Stadthaus in Ulm:
 
Mit dem Abriss eines sanierungsbedürftigen, ehemaligen Klostergebäudes aus dem 13. Jahrhundert war 1874 auch der Wunsch nach einer Aufwertung des Ulmer Münsters verbunden. Die Kathedrale sollte den Platz alleine beherrschen. 1890 schließlich war die Aufstockung des Turmes zum höchsten Kirchturm der Christenheit vollendet. Die nächsten hundert Jahre aber stritt die Bürgerschaft, stritten Kommunalpolitiker, Architekten und Stadtgestalter über den richtigen Rahmen und Bauwerke, die in Dialog treten können mit dem nunmehr wie verloren auf dem sehr weitflächigen Platz stehenden Ulmer Münster. Nach vielen gescheiterten Versuchen lobte Ulm 1986 noch einmal einen Wettbewerb aus. Es sollte endlich der letzte werden, der die Lösung bringt. Am 15. November 1986 entschied sich das Preisgericht für den Entwurf des New Yorkers Richard Meier. Ein Sturm der Entrüstung brach los. Jahrelang debattierte die Bürgerschaft mit demokratischer Leidenschaft über Architekur. Unterstützt wurde der "Richard-Meier-Bau" von der großen Mehrheit des Gemeinderats, vom Kirchengemeinderat, vom Münsterbaumeister, vom Präsidenten des Landesdenkmalamtes, von hochrenommierten Architekturkritikern und vielen mehr. Ein Bürgerentscheid - es gab rund 3000 mehr Neinstimmen als Befürworter - scheiterte 1987, weil das Quorum nicht erreicht wurde. Heute ist das Stadthaus aus der Mitte Ulms nicht mehr wegzudenken
 
(Text und Foto: stadthaus.ulm.de)
 

Stadthaus, Ulm