Präludium und Unfug Tickets - Dresden, Societaetstheater, Gutmann-Saal

Event-Datum
Mittwoch, den 21. März 2018
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
An der Dreikönigskirche 1a,
01097 Dresden
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Societaetstheater gGmbH (Kontakt)

Ermäßigungen werden gegen Vorlage eines gültigen Berechtigungsausweises für Kinder, Schüler, Studenten, Auszubildende, Rentner, Arbeitslose (ALG I und II), Schwerbeschädigte (ab 80%) sowie Inhaber des Dresdenpasses gewährt. Weitere Ermäßigungen für ALG II-Empfänger und Inhaber des Dresdenpasses an der Abendkasse des Theaters.
Ticketpreise
ab 17,60 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Präludium und Unfug - Serkowitzer Volksoper
Ein Sandwich nach Johann Sebastian Bach.
Die Serkowitzer Volksoper widmet sich hier erstmals einem Komponisten, der der sogenannten „Alten Musik“ zugeordnet wird. Die „Kaffeekantate“ und die „Bauernkantate“ tragen schon bei Johann Sebastian Bach einen unterhaltsamen Charakter, bieten aber beim näheren Hinsehen Stoff für eine Beschäftigung mit den Themen Erziehung, Sucht und dem typischen „Buckeln nach oben und Treten nach unten“.
PRÄLUDIUM UND UNFUG ist eine Produktion, die sich stilistisch an die seit 2011 in der Saloppe aufgeführten Inszenierungen der Serkowitzer Volksoper anschließt. Uraufführung und Premiere feierte das Stück am 14. August 2016 ebenfalls in der Dresdner Sommerwirtschaft Saloppe, wobei ein alter Zirkuswagen als Bühne diente. Dementsprechend trägt die Aufführung einen Schaubudencharakter: charmant, frech, unterhaltsam und dabei auf hohem künstlerischem Niveau. „Bei aller barocken Musik entsteht ein Theaterabend, der viel mit unserer Lebensrealität zu tun hat“, so der künstlerische Leiter Wolf-Dieter Gööck. Ursprünglich nicht für szenische Aufführungen verfasst, werden die Kantaten in den Rang des Musiktheaters erhoben, wobei sich ganz am Rande zwei Fragen stellen: woher kam eigentlich der Kaffee, den die Leipziger Bürgersleute anno 1734 genüsslich schlürften, und kann die in der „Bauernkantate“ ausgesprochene Huldigung des Gutsherrn durch das Landvolk wirklich ehrlich gemeint sein? Nolens volens hat Bach damit der Serkowitzer Volksoper eine Steilvorlage für ihre nächste Betrachtung der Großen und Kleinen Welt geliefert, in der Ernsthaftigkeit, Albernheit, Wortwitz und Musizierkunst gleichberechtigt nebeneinander stehen. Die Bach’schen Kompositionen stellten eine besondere Herausforderung dar. Es ergaben sich bei der Bearbeitung wieder zwei Fragen: wie soll die Kantatenform zur Oper werden und warum muss Bach vom Ensemble „Musi nad Labem“ interpretiert werden? Sagen wir so: die Liebe zur klassischen Musik macht so ziemlich alles möglich. Die Musiknummern werden, wie stets in Serkowitz, fleißig gekürzt, selbstverständlich in der Reihenfolge geändert und uminstrumentiert. In Ermangelung von Terzetten und einem Finale im Original, wurden die Kantaten Bachs genutzt. Parodie á la 2016!

Dramaturgie, Inszenierung: Wolf-Dieter Gööck | Gesang und Schauspiel: Marie Hänsel (Sopran), Dorothea Wagner (Sopran) | Cornelius Uhle (Bariton) | Ensemble Musi nad Labem: Luise Haugk (Oboe, Blockflöte, Englisch Horn, Oboe d’amore), Florian Mayer (Gesang, Violine, Melodica, Percussion), Milko Kersten (Klavier) | Musikdramaturgie, Musikalische Einstudierung: Milko Kersten | Ausstattung: Coco Ruch | Spieldauer: ca. 120 Minuten
Bild: Societaetstheater Dresden

Im barocken Gebäude hat ein modernes Theater Einzug gehalten, das Aufführungen des Sprech-, Tanz-, Musik- und Figurentheaters Raum gibt. Freischaffende Künstler aus der Region und Gäste aus dem In- und Ausland stehen inzwischen auf der historischen Bühne. Heute wendet sich das Societaetstheater vor allem Themen und Stoffen der Gegenwart zu. Dazu schaffen Festivals, Werkstattveranstaltungen und Diskussionsforen Experimentier- und Begegnungsräume für künstlerischen wie intellektuellen Austausch. Zwei Bühnen und der Spielraum im Foyer stehen den Künstlern für ihre Projekte zur Verfügung. Im Sommer lockt ein zusätzlicher Spielraum in den barocken Garten. (Quelle: societaetstheater.de // Foto: Max Messer)

Societaetstheater, Gutmann-Saal, Dresden