ROOSEVELT - präsentiert von Melt!Booking Tickets - Ulm, ROXY - Cafébar

Event-Datum
Donnerstag, den 06. April 2017
Beginn: 21:00 Uhr
Event-Ort
Schillerstraße 1/12,
89077 Ulm
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: ROXY gemeinnützige GmbH (Kontakt)

Für diese Veranstaltung sind keine Ermäßigungen im Vorverkauf erhältlich!

Rollstuhlfahrer werden gebeten, sich für den Besuch einer Veranstaltung vorab telefonisch im ROXY TicketService anzumelden. Nur dann können Rollstuhlplätze reserviert werden.

Schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen „B“ im Ausweis werden gebeten sich im ROXY TicketService über den Ticketkauf zu informieren.

Öffnungszeiten: Di. bis Fr. | 14 bis 19 Uhr | Tel.: 0731 968620
Ticketpreise
ab 18,60 EUR
Weitersagen und mit Freunden teilen
Bild: Roosevelt
Der Guardian lobt ihn, Pitchfork liebt ihn, Hypemachine hypt ihn
und die beste Electro Pop Band nach den Pet Shop Boys (Hot
Chip) haben ihn sogar auf ihrem Label Greco-Roman unter
Vertrag genommen. So richtig wusste Roosevelt (im richtigen
Leben Marius Lauber, 25 Jahre alt) nicht, ob er seine Disco
House Tracks, die er eigentlich eher so aus Spaß ins Netz
stellte, wirklich kommerziell rausbringen will. An eine Karriere
dachte er sowieso nicht. Inzwischen haben seine genialen Club
Pop Hymnen wie „Sea“, „Hold On“ und „Night Moves“ über 10
Millionen Plays auf Spotify, Youtube, Soundcloud
etc. zusammengesammelt und Roosevelt hat sich ohne Album
und ohne große Presse und Marketingmaschine als einer der
vielversprechendsten neuen deutschen Acts etabliert. Einer der
wenigen mit internationalem Format ohnehin.
„The German producer whose listless disco could be from
Manchester, LA, Ontario, even outer space." The Guardian
Am 19. August erscheint endlich das selbstbetitelte Debütalbum
und in großer Pop Tradition ist er auch noch vorne drauf zu
sehen. Wir finden das gehört sich so, das war bei Prince und
Bowie ja auch nicht anders. Dieses erstaunliche Debüt bietet
viele hyperbewegliche sowie vorwärts drängelnde, dabei
paradoxerweise trotzdem tiefenentspannte Popsongs an, die
bei aller Euphorie immer auch ein Hauch von Melancholie
umweht, ohne aber jemals in Wehleidigkeit zu verfallen. Ein
kluges, informiertes Album, das Kraft aus der Vergangenheit
schöpft und auf den Schultern von Giganten den Blick nach
vorne wagt. Ein mitreißendes, elektronisches Popwunder, das
sich von dem Club Sound seiner frühen Tage emanzipiert und
fernab von gängigen Sounds und Trends ein ganz eigenes
Popuniversum geschaffen hat. Über den Zeitraum von zwei
Jahren hat Marius alles selber geschrieben, aufgenommen und
produziert, abgemischt wurde es von Chris Coady (Future
Islands / Beach House / TV On The Radio).
Es hat uns erst mal ein wenig sprachlos gemacht, wie ein
einzelner Musiker in so jungen Jahren schon so ungemein
abgeklärt produzieren und so inspiriert arrangieren kann. Wie
kann einer so jung sein und schon so treffend und
geschmackssicher wissen, wann man einen Song am besten
„aufmacht" und wann man ihn besser „zulässt"?
„Fever“ zum Beispiel ist so simpel, glasklar und voller
Emotionen und Leidenschaft, das muss man nicht nur können,
das muss man sich erst einmal trauen. Die berühmte große
Geste wirkt ja meistens eher nur bemüht, aber auf diesem
Album stimmt einfach alles.
Es glitzert und glamt auf der richtigen Seite der Siebziger
(Westcoast!) und der Achtziger (England!) und das alles ohne in
Nostalgie zu verfallen denn zusammengehalten wird alles von
hochmodernen Rhythmus-Gerüsten. Es ist tatsächlich auch
aufgebaut wie ein DJ Set, die Jahre als jüngster Resident DJ bei
Kölns einzig guter Techno Party "Total Confusion" haben ihre
Spuren hinterlassen. Dabei feiert Roosevelts rauschender
Disco-Pop ausnahmsweise mal nicht dem neverending Exzess
des Clubs, sondern lässt seiner Bewunderung für klassischen
Pop Eskapismus freien Lauf.
“Merging warm beats, hypnotic psychedelia, and streamlined
pop songwriting, Roosevelt makes dance music that balances
outright escapism with wistful melancholy.” Pitchfork
Marius Lauber will den Pop nicht retten, das wird dieses Album
aber dieses Jahr unweigerlich tun, ob er will oder nicht.
Roosevelt schafft in bester Tradition eine wunderbare 47
Minuten Karenz aus maximaler Wonne mit einer Prise
Schwermut. „Dancing helps relieve the pain, soothes your mind,
makes you happy again,“ meinten schon Chic in ihrem Hit
„Everybody Dance“ und in dieser Maxime hat sich auch
Roosevelt verschrieben und am Ende ist es doch eine
verklausulierte „Coming Of Age“ Geschichte, denn letztendlich
geht es bei allen großen Pop Alben doch immer um viel mehr
als nur die oberflächliche Realitätsflucht.

ROXY - Cafébar, Ulm