Bild: Radical Mutation - Hebbel am UferBild: Radical Mutation - Hebbel am Ufer
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Information zur Veranstaltung

Das Eröffnungsprogramm für den neuen Raum im HAU1 entwickeln die Gast-Kurator*innen Nathalie Anguezomo Mba Bikoro, Saskia Köbschall und Tmnit Zere. “Radical Mutation” schlägt Brücken zwischen historischen Kämpfen für Gleichberechtigung, Antirassismus und Diversität in Kultur und aktuellen Bestrebungen für radikale Veränderungen. Berlin ist der Ausgangspunkt für das Nachzeichnen dieser Geschichten und ihrer Spuren, die uns von Douala nach Neukölln, vom Tiergarten nach Harlem führen. Im Zuge der Covid-19-Pandemie und der aktuellen Kämpfe gegen strukturelle Ungleichheiten konzipiert das Programm kulturelle Realitäten, die unsere Komplexitäten widerspiegeln und zu Räumen für das Schmieden von Allianzen, Regeneration und Heilung werden.

Das sagen die Gast-Kurator*innen über ihre Arbeit im HAU1:

”Das Programm ‘Radical Mutation: On the Ruins of Rising Suns’ schlägt Brücken zwischen historischen Kämpfen für Gleichberechtigung, Antirassismus und ‘representation’ in Kultur und aktuellen Bestrebungen für radikale Veränderungen. Berlin ist der Ausgangspunkt für das Nachzeichnen dieser Geschichten und ihrer Spuren, die uns von Douala nach Neukölln, vom Tiergarten nach Harlem führen. Der Titel des Programms bezieht sich auf eine der ersten überlieferten Schwarzen Theaterstücke (‘Sonnenaufgang im Morgenland’, 1930), welches in einem beliebten Arbeiter*innen-Festsaal in Neukölln aufgeführt wurde und die die Darstellung von Schwarzen Menschen in kulturellen Produktionen der Weimarer Republik in Frage stellte. ‘Radical Mutation’ nimmt symbolisch an der Aufführung von ‘Sunrise in Morning Land’ teil, spaziert durch den Berliner Tiergarten mit Alain Locke und Claude McKay in den 1920er Jahren, die später die Harleme Renaissance Bewegung prägten, diskutiert mit der Schauspielerin Rasha (dargestellt in Schads Gemälde “Agosta, der Flügelmensch, und Rasha, die schwarze Taube”, 1929) in ihrer Zirkuskarawane auf dem Leopoldplatz über Kultur und Politik und lauscht den Gesprächen von Mai Ayim und Audre Lourde über Lyrik und den Kampf gegen Rassismus. ‘Radical Mutation’ gedenkt dieser Bestrebungen, spürt sie auf und verlagert sie in einen 1908 erbauten historischen Theaterraum (das Hebbel-Theater, HAU1). In Folge der Covid-19-Pandemie und der aktuellen Kämpfe gegen Rassismus und strukturelle Diskriminierungen wird das Programm zu einer Zäsur. Es konzipiert kulturelle Realitäten, die unsere Komplexitäten widerspiegeln und zu Räumen für das Schmieden von Allianzen, Regeneration und Heilung werden.” – Nathalie Anguezomo Mba Bikoro, Saskia Köbschall und Tmnit Zere