Rainhard Fendrich - Starkregen live 2020 Tickets - Calw, Kloster Hirsau

Event-Datum
Donnerstag, den 30. Juli 2020
Beginn: 20:30 Uhr
Event-Ort
Klosterhof 9,
75365 Calw
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: concetera GmbH (Kontakt)

Personen mit Schwerbehinderung/Rollstuhl ("B" im Ausweis) melden sich bitte beim Veranstalter unter ott@concetera.de.
Ticketpreise
von 54,90 EUR bis 68,90 EUR
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Bild: Rainhard Fendrich
CALW-HIRSAU. Rainhard Fendrich kehrt zurück zum Calwer Klostersommer. Auf seiner Tour durch den deutschsprachigen Raum zum neuen Album „Starkregen“ wird der österreichische Singer-Songwriter am Donnerstag, 30. Juli 2020, mit seiner hervorragenden Band im Kreuzgang des Hirsauer Klosters Station machen – dort, wo er 2017 schon ein umjubeltes Konzert spielte. Der Vorverkauf für sein zweites Gastspiel hat begonnen.

Drei Jahre sind seit dem letzten Studioalbum von Rainhard Fendrich vergangen. Mit seiner neuen Single „Burn Out“ hat die österreichische Musiklegende einen ersten Vorgeschmack auf sein Album „Starkregen“ geliefert, das am 20. September erscheint. Darauf ist Fendrich zu hören, wie man ihn kennt: mal humorvoll, oft ironisch, gerne melancholisch, manchmal nachdenklich, aber immer authentisch, voller Leidenschaft und vor allem mit Haltung.

In den 80er- und 90er-Jahren stand er mit „Macho, Macho“ europaweit an der Spitze der Hitparaden, schrieb bis heute unsterbliche Gassenhauer wie „Es lebe der Sport“, „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“ oder die heimliche österreichische Nationalhymne „I‘m from Austria“. Der Wiener ist der geborene Entertainer, ob als Moderator verschiedener TV-Shows, als Schauspieler oder als Sänger auf der Bühne – seinem spitzbübischen Charme und der Stimme mit der kleinen Prise Wiener Dialekt kann man sich nur schwer entziehen.

Rainhard Fendrich setzt mit seinem neuen Album „Starkregen“ konsequent fort, was er 2016 mit dem Vorgänger „Schwarzoderweiss“ begonnen hat: die musikalische Reflexion des Zeitgeschehens, tiefgründig und sehr intensiv. In der Themenvielfalt auf „Starkregen“ spiegelt sich Fendrichs unnachahmliche Beobachtungsgabe wider. Mit dem ihm eigenen Sarkasmus charakterisiert er die „Volkskrankheiten“ unserer Zeit und ihre stereotypen Erscheinungsformen.

Da ist zum Beispiel der Workaholic, der daran erinnert werden muss, dass es ein Leben vor dem Tod gibt, um nicht mit „Burn Out“ auf dem Therapeutenstuhl zu enden. Dann wären da der „Social Media Zombie“, der in der realen Welt nicht mehr zur Kommunikation fähig ist, die populistischen Schreihälse („Heiße Luft“) oder auch der erfolgsverwöhnte Geschäftsmann ohne Skrupel („Der Rest von deim Gewissen“). „Am schlimmsten aber sind die, die sich für gar nichts interessieren“, so Fendrich. Denn wer nur „Hinterm Tellerrand“ lebt und sich über nichts Gedanken macht, trägt auch nichts zur Gesellschaft bei. Was aber wird aus unserer Welt, wenn wir nicht nachhaltig handeln („Die Welt“), und wenn Machthaber wie „der gelbe Pudel von der Sonnenbank“ oder der „kleine Dicke aus Pjöngjang“ am längeren Hebel sitzen („Sag ma net, es gibt kan Teufel“)?

Inmitten der kritischen Zeitdiagnose schlägt Fendrich auf dem Album mit emotionalen Balladen immer wieder auch sanfte Töne an. „Nur die Liebe“ oder das retrospektive „Mein Leben“ werden ohne Zweifel ein Lichtermeer entfachen, wenn Rainhard Fendrich auf der Bühne steht. Man merkt, er ist an einem Punkt angelangt, an dem es ihm auch wichtig ist, Bilanz zu ziehen. 65 Jahre wird er im Februar – 40 Jahre steht er bereits auf der Bühne.

Foto: Marcel Brell