Bild: Raritäten - Kultur und Tourismus SingenBild: Raritäten - Kultur und Tourismus Singen
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Information zur Veranstaltung

Daniel Austrich, Violine
Aleksey Semenenko, Violine
Karolina Errera, Viola
László Fenyö, Violoncello
Anna Zassimova, Klavier

GEORGI CATOIRE (1861-1926)
Klavierquintett op.28

SERGEI TANEJEW (1856-1915)
Klavierquintett op.30 (Georgi Catoire gewidmet)


An diesem Abend werden Schätze gehoben: „Ehrlich, stark emotional und dabei wunderbar ausgearbeitet, mit feinstem Geschmack und nie banal“, sagt die Pianistin Anna Zassimova über Georgi Catoire, den Moskauer Komponisten französischer Abstammung. Sie hatte die Idee zu dem Abend mit Werken zweier ungewöhnlicher Komponisten, die in der Morgenröte des 20. Jahrhunderts, in der Zeit des russischen Aufbruchs, andere Akzente setzten als ihre Zeitgenossen. Im Alter von 19 Jahren erhielt Sergei Tanejew eine Goldmedaille für Komposition aus der Hand seines Kompositionslehrers am Moskauer Konservatorium. Dabei war mindestens so wertvoll wie die Medaille auch die Lehrerhand, die Hand Peter Tschaikowskis. Später gehörten Alexander Skrjabin und Sergei Rachmaninow zu Tanejews Schülern.

Die gebürtige Moskauerin Anna Zassimova, als Pianistin weltweit tätig, ist nicht nur Interpretin, sondern auch studierte Kunsthistorikerin und promovierte Musikwissenschaftlerin. Mit einem Buch über Georgi Catoires Leben und Werk (Verlag Ernst Kuhn, Berlin 2011) sowie mit ihren Aufnahmen (cpo, Antes) eröffnete sie einen völlig neuen Blick auf diesen Wegbereiter der russischen Moderne.

Der 1984 in St. Petersburg geborene Geiger Daniel Austrich, Preisträger des internationalen Paganini-Wettbewerbs in Moskau, gehört zweifelsohne zu den herausragenden russischen Musikern seiner Generation. Seit 2015 unterrichtet er an der Kölner Musikhochschule.

Der 1975 geborene ungarische Cellist László Fenyö gibt weltweit Meisterkurse und lehrt seit 2012 als Professor an der Musikhochschule Karlsruhe. László Fenyö spielt auf einem Cello von Matteo Goffriller aus dem Jahre 1695.

Der 1988 in Odessa geborene Geiger Aleksey Semenenko wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Publikumspreis beim internationalen Olympus-Musikfestival in Sankt Petersburg. Aleksey Semenenko spielt eine Stradivari-Geige aus dem Jahr 1699, die ihm von der „Deutschen Stiftung Musikleben“ zu Verfügung gestellt wird.

Karolina Errera (Viola) wurde 1993 in Moskau geboren. Seit Dezember 2015 ist sie Stipendiatin der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. Auch die junge Bratschistin ist vielfache Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe. Die „Deutsche Stiftung Musikleben“ stellt ihr eine Viola von Haiko Seifert, Plauen 2010, zur Verfügung.