Bild: Requiem for a Piece of Meat - Daniel HellmannBild: Requiem for a Piece of Meat - Daniel Hellmann
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Information zur Veranstaltung

Wie ist es möglich, dass wir unseren Körper als vollkommen verschieden vom Schinken auf unserem Sandwich wahrnehmen? Fleisch ist Kultur, auf unseren Tellern ebenso wie an unseren Knochen. Es ist aufgeladen mit einer Vielzahl von Traditionen und Ritualen, die gleichzeitig faszinieren und abstoßen.
»Requiem for a Piece of Meat« untersucht Fleisch als Material jenseits der gängigen Körperzuordnungen und Hierarchien. Tänzer*innen, Vokalist*innen, Instrumentalist*innen und zwei Schweine bringen in einem gemeinsamen Arbeitsprozess die (Zu-)Ordnung der Körper ins Wanken. Tanzend, trippelnd und grunzend verwandeln Performer*innen und Musiker*innen die Bühne in einen Ort der Begegnung und des Konflikts. Wer ist hier Tier, Mensch, Ding? Wie frei können wir sein?
Eine akribische, sinnliche und kulturkritische Untersuchung von Körperbildern formiert sich zu einem Requiem in sieben Sätzen. Bewegte Körper und Fleischberge verweben sich mit musikalischen Sprachen aus mehreren Epochen. Eigens für das Stück geschriebene geistliche Choräle werden mit dem Sound von Gedärmen, den Stimmen von Tieren und der Musikalität von Tierverarbeitungsprozessen konfrontiert. Ein Abgesang auf das vermeintlich Feststehende. Eine Totenmesse mitten im Leben.

Daniel Hellmann, Tanz- und Theaterschaffender, Sänger und Performer. Seit 2012 eigene Arbeiten in verschiedenen Kollaborationen, u.a. mit Quan Bui Ngoc und Ursina Greuel. Mit seiner Produktion »Traumboy« wurde Daniel für die Sélection Suisse en Avignon ausgewählt und das Stück tourt aktuell in drei Sprachen auf Festivals und in Theatern in ganz Europa.

von und mit: Braulio Bandeira, Giovanna Baviera, Géraldine Chollet, Hea Min Jung, Lena Kiepenheuer, Krassen Krastev, Florencia Menconi, Rui Stähelin
Konzept, Regie, Choreographie: Daniel Hellmann
Musikalische Leitung: Abélia Nordmann, Lukas Huber, Daniel Hellmann
Dramaturgie: Johanna-Yasirra Kluhs
Bühnenbild: Theres Indermaur
Kostümbild: Valérie Reding
Musikalische Einstudierung: Abélia Nordmann
Sounddesign: Lukas Huber
Lichtdesign: Ursula Degen
Lichttechnik: Anna Lienert
oeil extérieur: Jessica Huber
Assistenz: Antonia Krämer, Quentin Barthassat
Produktionsleitung: Larissa Bizer | produktionsDOCK
Diffusion: Florence Francisco
Musik von: John Dowland, Lukas Huber, Marin Marais, Tarquinio Merula, Gérard Pape

Eine Produktion von 3art3 Company & novantik project basel in Koproduktion mit Gessnerallee Zürich, Théâtre Vidy Lausanne, Theater Chur, Gare du Nord Basel und Nationaltheater Mannheim. In Kooperation mit Tanzhaus Zürich & Théâtre Sévelin36 Lausanne. Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich, Fachausschuss Musik BS/BL, Pro Helvetia, Migros-Kulturprozent, Ernst Göhner Stiftung, Christoph Merian Stiftung, UBS Kulturstiftung, Sophie und Karl Binding Stiftung, Fondation Nestlé pour l’Art.