Richard III. Tickets - Kehl, Stadthalle Kehl - Großer Saal

Event-Datum
Samstag, den 16. Februar 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Großherzog-Friedrich-Straße 19,
77694 Kehl
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Stadt Kehl - Kulturbüro (Kontakt)

Für Rollstuhlfahrer und je einer Begleitperson sind in Reihe 2, Platz 1 und 2, in Reihe 5, Platz 1, 29 und 30 sowie in Reihe 6, Platz 1,2, 29 und 30 reserviert. Sie können vorort bei der Tourist-Info Kehl Tel. 07851-88 1555 gegen Vorlage des Behindertenausweises gebucht werden.
Kehler Sozialpassinhaber und Schwerbehinderte mit einer Einstufung >80% erhalten 50% Ermäßigung. Sie können in der Tourist-Information Kehl nur gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises direkt buchen. Der Ausweis ist beim Einlass unaufgefordert vorzulegen.
Behindertentoilette vorhanden.
Ticketpreise
von 10,35 EUR bis 22,45 EUR und Ermäßigungen
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Bild: König Richard III. - Tournee-Theater Thespiskarren
Drama von William Shakespeare
Altes Schauspielhaus Stuttgart/Tournee Theater Thespiskarren
Regie: Manfred Langner
mit Max Tidof in der Titelrolle


Einführungsvortrag um 19 Uhr - Schulklassen bitte mit Voranmeldung.

,,Richard III." ist das perfekte Beispiel für einen literarischen Rufmord. Bei Shakespeare ermordet Richard den amtierenden König Heinrich VI und dessen Sohn, dazu seinen älteren Bruder Eduard, der Heinrichs Nachfolger wird. Er heiratet Anne, die Witwe von Heinrichs Sohn, um seine Thronansprüche zu untermauern, verstößt sie einer besseren Partie wegen und lässt Eduards halbwüchsige Söhne verschwinden. Wer sich ihm entgegenstellt, endet durch Gift, mit einem Dolch im Rücken, auf dem Schafott - oder er wird in einem Weinfass ertränkt, wie sein Bruder George.
Tatsächlich war Richard, der letzte Plantagenet auf dem britischen Thron, seinem ältesten Bruder Eduard IV gegenüber loyal - der Verräter war George! All die oben genannten Morde hat er wohl nicht begangen, und das Verschwinden von Eduards Söhnen dürfte Heinrich VII veranlasst haben, der erste Tudor auf dem englischen Thron, dem sie bei der Königsnachfolge im Weg waren. Die entscheidende Schlacht gegen Heinrich verlor Richard durch Verrat. Nachdem sein Reittier verwundet wurde - ,,Ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd!" - wurde er am Boden liegend mit einer Axt erschlagen. Die Briten wählten ihn übrigens unter die 100 bedeutendsten geschichtlichen Persönlichkeiten ihres Landes.
Shakespeare schrieb in der Zeit der Tudor-Herrschaft und von ihnen protegiert. Da schien es geraten, Richard als Schurken auf die Bühne zu bringen. Und was für ein grandioser Schurke ist das!!! Lahm, verkrüppelt, die Hunde bellen ihn ob seines krummen Gangs an. Weil er - entstellt wie er ist - nicht zum charmanten Galan taugt, will er ein Bösewicht sein, aus Rache am Schicksal selber! Einer, der sich mit dramatischen Auftritten und herzerweichenden Gesten als Verleumdeter hinstellt, während er skrupellos intrigiert und Mordaufträge verteilt. Eine derart monomanische Bühnengestalt erfordert einen markanten Mimen - einen Vollblutschauspieler! Max Tidof ist so einer - und Richard III ist eine Paraderolle für ihn.