Bild: Royal Philharmonic Orchestra LondonBild: Royal Philharmonic Orchestra London
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Information zur Veranstaltung

„Phrasen von immenser Dichte, von Kraft und Klarheit, getragen von einem Klangideal, das nicht nur Schönheit will, sondern Leben“ – wenn es um Sol Gabetta geht, gerät auch die Fachpresse ins Schwärmen. Das Freiburger Publikum kennt ihn nur zu gut, diesen überwältigenden, begeisternden Effekt von Gabettas Spiel, in dem sich das Charisma der Ausnahmekünstlerin zu kristallisieren scheint. Unmittelbar nach ihrem Sieg beim prestigeträchtigen „Crédit Suisse Young Artists Award“ 2004 debütierte sie bereits bei Orchestern wie den Wiener Philharmonikern. Schnell avancierte die argentinische Künstlerin französisch-russischer Abstammung zu der wohl begehrtesten Solistin am Violoncello. Ihr Repertoire von Barock-Ausgrabungen über die großen Klassiker bis hin zu den Meisterwerken von Saint- Saëns, Schostakowitsch und Martinu ist auf hochgelobten Einspielungen dokumentiert, vergoldet durch Auszeichnungen wie den „Grammophone Award“.

Um einen großen Aufstieg in jungen Jahren weiß auch das Talent am Taktstock, der 1986 geborene Franzose Lionel Bringuier. Er stand bereits am Pult des Cleveland Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Ce- cilia, des BR-Symphonieorchesters und Gewandhausorchesters und wurde mit nur 26 Jahren Musikdirektor des Tonhalle-Orchesters Zürich.

Großen Klang formt er nun mit dem Royal Philharmonic Orchestra, etwa beim Cellokonzert Edward Elgars. Der sonore Gesang, den Sol Gabetta ihrem Guadagnini-Instrument von 1759 zu entlocken weiß, harmoniert perfekt mit Elgars melancholischer Romantik. Komponiert 1919, kurz vor dem Verstummen des Künstlers und unter den Schatten des durchlebten Weltkriegs, ist Elgars melodienstarker Abgesang auf das 19. Jahrhundert ein ausgezeichnetes Gegenstück zu Rachmaninows 2. Symphonie. Dieses zutiefst leidenschaftliche, streichersatte Orchesterwerk hatte der lange verkannte Komponist etwas über ein Jahrzehnt zuvor in Dresden komponiert – in einer der kurzen ruhigen, zufriedenen Phasen seines Schaffens.