Bild: Rüdiger Oppermann
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Information zur Veranstaltung

Unbekümmert rauscht der Rhein dahin und bestimmt das Leben von Millionen Menschen, Industrien und Kulturen, die von der Rheinnähe profitieren und profitierten. Das betrifft auch die Musiker, und man spürt ein starkes,untergründiges Ziehen des Rheinthemas, was den meisten Menschen aber unbewusst ist. Das zeigt sich bis in die modernen Sagen, wie z.B. Tolkiens Herr der Ringe. Musiker schrecken vor dem Thema RHEINGOLD zurück, weil es besetzt ist von Richard Wagner, Romantik, und deutschtümelndem Germanenkult in der Nazi-Zeit. Es ist an der Zeit die Deutungshoheit zurück zu gewinnen und mit einem frischen, unabhängigen musikalischen Blick ein neues Bild,einen neuen Klang zu entwerfen. Falsch verstandene, verworren montierte Heldensagen, Scheinwahrheiten und Ideologien hatten den Blick auf unseren Fluss lange getrübt.
Rüdiger Oppermann nähert sich diesem Thema von Neuem. Am Anfang seiner neuen Rheinfaszinatio stand dieWiederbegegnung mit dem realen Rheingold:
Den Hortfunden in Museen, mit dem Schifferstadter Goldhut (der passenderweise auch gleich auf eine magische Zauberervergangenheit hinweist), mit neuen zeitgenössischen Goldquellen wie Staustufen, Kieswerken, Chemiewerken, mit dem Nibelungenthema, mit neuen Römerfunden, die uns auch gleich mit jahrtausende-alter Internationalität von
Kulturaustausch und Religionsentwicklung (Mithras! Isis! Kernunus! Merkur! Alma Mater!) konfrontiert. Neue Funde aus der Harfenwelt : die alte Alemannenharfe wird für dieses Projekt rekonstruiert . Und natürlich die bekannten und bewährten Musiken entlang des Rheins: Natur-Zäuerli-Gesang in den hohen Bergen, Mittelalterliche frühchristliche Manuskripte aus St Gallen, Strasbourg, Worms, Mainz, Köln.....Hildegard von Bingen, Musikhochschulen in Basel, Mannheim, Mainz, Köln bis Rotterdam, die die Jazz- und Weltmusik-orientierten Studiengänge pflegen. Rheingold ein neues Musikprojekt, in dem verschiedene musikalische Aspekte der Rheinregion zusammengeführt werden. Der Rahmen dafür ist sehr breit, und reicht von prähistorischen Klängen über Renaissance, Volksmusik und Jazz bis hin zu Industrieklängen. Das ganze Werk wird in eine Geschichte eingebunden. Das Libretto schreibt Volker Gallé. Dies alles in eine stilistisch ansprechende Form zu bringen, mit historisch informierten Elementen der Vergangenheit, mit Neukompositionen, mit einer Rahmenhandlung, das ist keine einfache Aufgabe und erfordert intensive Recherche und Erfahrung mit stilübergreifenden Projekten. Rüdiger Oppermann ist dafür der richtigeMann.