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Information zur Veranstaltung

Sandow 

ist die bekannteste und innovativste Underground/Avandgarde-Band auf dem Gebiet der ehemaligen Ostzone. Ihre Hits 
Schweigen und Parolen und Born in the GDRmachten sie ebenso berühmt, wie ihr Erscheinen in dem Kinofilm Flüstern und Schreien, ihre legendären, wie exzessiven Liveshows und ihre Massenperformances Ngoma mit mehreren hundert Trommlern. Sie blieben auch in den Neunzigern beharrlich Underground, warfen die BRAVO aus der Backstage, zelebrierten eine Monumentalverweigerung beim Bizzarefestival, gaben TV-Konzerte auf Bunkern in der Normandie und bei der Mafia in Moskau.

Sie inszenierten Theater und Hörspiele und veröffentlichten acht Studioalben, die europaweit als selbstständiges Werk Beachtung finden. Sandow entwickeln seit den achtziger Jahren eine eigene Klangsprache mit einem ihrem Kulturraum adäquaten und subversiven Gesamtausdruck. Zwei wesentliche Begriffe sind für diese Arbeit grundlegend und maßstäblich. Transformation und Entfesselung. 

Eine Vielzahl von künstlerischen Einflüssen, die gefiltert, gespiegelt und verformt werden, finden über viele Jahre hinweg Einzug in den Schmelztiegel der Bandarbeit Sandows. Die musikalischen Inspirationen sind so vielseitig wie konträr. Das begann mit Punkrock, Pink Floyd und Kurt Weil, absorbierte Werke der Sinfonik von Terterjan bis Orff, operierte mit Industrialsoundkonzepten von Throbbing Gristle bis Test Department und erschuf über die Jahre einen selbstständigen Bandsound.

Die Ebene der Texte korrespondiert mit den Werken von Friedrich Nietzsche, Carlos Castaneda, Andrej Tarkowski, Antonin Artaud, Timothy Leary und Reinhold Messner. Dabei bildeten sich über die Zeit auch verschiedene Tools aus Filmkunst, Performanceart und Orchestermusik, die den Gesamtanspruch eines komplexen, vielfach begehbaren Kunstwerkes ermöglichen. 

Tilman Berg (Schlagzeug)
Tilman Fürstenau (Bass, Cello)
Chris Hinze (Gitarre, Kettensäge)
Kai-Uwe Kohlschmidt (Gesang, Text, Gitarre)