Bild: Schiller Don Karlos - Hanskarl Kölsch Bild: Schiller Don Karlos - Hanskarl Kölsch
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Information zur Veranstaltung

Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit

Zwei Jahre vor der Französischen Revolution wird das Drama aufgeführt, das bereits die Ziele des großen gesellschaftlichen Umbruchs formuliert, der im Blut der Guillotine ertrinkt, Europa mit einem Befreiungskrieg überzieht und nach der Niederlage zu einer territorialen Neuordnung des Kontinents führt.
Es ist ein leidenschaftlicher Schaffensprozess. Das Drama entwickelt sich vom ersten Plan eines Liebesdramas zunächst zum höfischen Familiendrama des alten Königs Philipp II., dann zum Freundschaftsdrama des Königssohnes mit dem Idealisten Posa, schließlich zum politischen Ideen-drama. 
Marquis Posa stellt sich dem mächtigsten Herrscher der Welt. Wörtlich fordert er auf der Bühne, was als politisches Revolutionsziel noch nicht formuliert ist:
Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit.
Weltmachtpolitik und Kriegsgewalt verhindern Freiheit, die Grundlage für Gleichheit und Brüderlichkeit – für den Frieden der Völker. Das Drama, das im 16. Jahrhundert spielt und im 18. Jahrhundert geschrieben wurde, ist auch im 3. Jahrtausend immer noch zukünftig.