Sebastian Schnoy - Und plötzlich Demokratie Tickets - Frankfurt, Die Käs

Event-Datum
Donnerstag, den 19. Dezember 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Waldschmidtstr. 19,
60316 Frankfurt
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Die KÄS gGmbH (Kontakt)

Ermäßigungen erhalten: Schüler, Studenten, Auszubildende, Frankfurt-Pass-Inhaber, Mitglieder des KÄS-Fördervereins, Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis (ab 60 %) sowie Rollstuhlfahrer + Begleitperson mit dem Merkzeichen B. Ein Nachweis ist beim Einlass vorzuzeigen.

Rollstuhlfahrer können Ihr Kommen gern unter 069 55 07 36 oder info@diekaes.de ankündigen.
Platzreservierungen sind nicht möglich.

GUTSCHEINE können online (www.diekäs.de // www.adticket.de) oder telefonisch eingelöst werden.
Ticketpreise
ab 25,10 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Sebastian Schnoy
Wer schon mal zu Hause etwas provisorisch befestigt hat, kennt den Effekt: Provisorien halten ewig. So war es auch mit der Bundesrepublik. Die Alliierten überwachten das Experiment als Bewährungshelfer und waren überrascht. Der zweite Demokratieversuch der Deutschen wurde erstaunlich stabil, unaufgeregt und betulich. Nur sieben Kanzler und eine Kanzlerin benötigten sie für 70 Jahre (1949 –2019), während die Italiener im gleichen Zeitraum 25 Präsidenten verschlissen. Sie machen halt alles gründlich, die Deutschen, die Demokratie ebenso wie die Diktatur.„Und deswegen bleiben sie gefährlich“, meint Kabarettist Sebastian Schnoy in seinem Soloprogramm anlässlich 70 JahreBundesrepublik Deutschland „Und plötzlich Demokratie“.„Sie sollen sich nicht wieder in zehn bis fünfzehn Jahren erholen können“, forderte Stalin.
Doch genau das passierte, nachdem der Plan aufgegeben worden war, aus Deutschland wieder einen reinen Agrarstaat zu machen.Mit Peter Alexander trat eine Generation gespenstisch unpolitischer Entertainer an, die für Unterhaltung sorgten, als die letzten Ruinen noch qualmtenund die Rüstungsindustrie schon wieder in den Startlöchern stand. Die Bundesdeutschen taten das, was sie am besten konnten–arbeiten und ihre Pflicht erfüllen, diesmal mit friedlichem Vorzeichen.
Es dauerte,bis Studenten den Mehltau von der Republik schüttelten. Nun traf die Forderung nach einer Revolution auf die Forderung „Geht doch nach drüben“,bis 1989 die anderen nach drüben gingen, nämlich in den Westen. Bis heute finden sich die Deutschen selbst und können alles,außer eines: gelassen sein. „Man hat die Deutschen immer entweder an der Gurgel oder zu Füßen“, hat Churchill zu diesem Phänomen gesagt. Entweder sie ängstigen sich oder sie machen anderen Angst.So bleibt auch nach der 70-Jahr-Feier eine Aufgabe ungelöst:Wie können die Deutschen einfach normal werden?