Simone Drescher (Violoncello) : Cello Passion Tickets - Münster, tononi

Event-Datum
Samstag, den 29. Juli 2017
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Wolbecker Str. 19,
48155 Münster
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: GWK (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind:

GWK-Mitglieder, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Sozialdienstleistende.

Rollstuhlfahrer melden sich bitte direkt bei der GWK an. Tel: 0251-5913041 oder Sabrina.dettmar@lwl.org.

Die Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass vorzuzeigen.
Ticketpreise
ab 15,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Küchenterz
Carlo Tononi, der bei seinem Tod 1730 ein führender Geigenbauer der neuen venezianischen Schule war, dessen Instrumente bis heute berühmt sind für ihren runden und ausgewogenen Klang – auch der legendäre Pablo Casals liebte sein Tononi-Cello –, gab „tononi Streichinstrumente“ den Namen. Im kleinen Schauraum vor der Werkstatt der Geigenbauer, die Instrumente an Einzelhändler und Endkunden in ganz Europa liefern, warten Dutzende „tononis“ darauf, von Musikern, Schülern und Musiklehrern ausprobiert zu werden.

Zum KÜCHENTERZ beim Geigenbauer ist die international auftretende, vielfach ausgezeichnete GWK-Preisträgerin Simone Drescher zu Gast. Cellistin wie Casals, der Bachs Cellosuiten weltweit erst zur Anerkennung brachte, nennt sie diese „die >Bibel< der Cellisten“. Und vorbehaltlos stimmt sie Pergamenschikow zu: „Das Werk Bachs begleitet jeden Menschen, der sich mit Musik beschäftigt, von Kindheit an (…). In der Lebensspanne, die uns Menschen gewährt ist, kann niemand das gesamte Universum seiner Musik vollends erfassen.“ Als Hommage an Bach komponierte Cassadó, der Schüler Casals und ein weltbekannter Cellist war, seine Solosuite. Die „unglaubliche Klangfülle und Leidenschaftlichkeit“ (Drescher) dieser Suite setzt Simone Drescher hochexpressiv und nobel um, im Reichtum des Celloklangs schwelgend. Für sie scheint zu gelten, was Pēteris Vasks einmal so formulierte: „Das Cello fühlt sich für mich an wie meine innere Stimme (…) das Cello atme ich, weil ich dieses Instrument organisch fühle“. Mit jeder Faser ihres Körpers nimmt die junge Musikerin das Cello-Buch des Letten auf, spielt die Intensität und Tragik des Lebens, die darin glüht, schrankenlos aus: das aggressive Fortissimo des ersten Satzes, das so traurig-innige, von Gesang begleitete Pianissimo des zweiten. „Jeder Mensch“, so Vasks, „muss für sich wählen, was am Ende siegt, die Aggression oder die Liebe.“

Programm:
Joh. Sebastian Bach (1685–1750): Suite für Violoncello Solo Nr. 1 G-Dur BWV 1009
Pēteris Vasks (*1946): Grāmata čellam – Das Buch für Cello solo
Gaspar Cassadó (1897–1966 ): Suite für Violoncello solo

Fotonachweis: (c) Anne Hornemann

tononi, Münster