Slave to the Rhythm Tickets - Dresden, HELLERAU

Event-Datum
Sonntag, den 28. April 2019
Beginn: 18:00 Uhr
Event-Ort
Karl-Liebknecht-Straße 56,
01109 Dresden
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste (Kontakt)

Geben Sie die Nr. der HELLERAU-Card in das Feld "Aktionscode" ein.
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Ermäßigungen
Ermäßigte Preise gelten fuer Kinder, Schueler*innen, Studierende, Auszubildende, Freiwillige im Sozialen Jahr, im Bundesfreiwilligendienst bzw. freiwilligen Wehrdienst, Arbeitslose und Empfänger*innen von Leistungen nach SGBII und XII, Inhaber/-innen des Dresden-Passes,
Ehrenamtspass-Inhaber, Menschen, die zum anspruchsberechtigten Personenkreis gemäߧ1 Asylbewerberleistungsgesetz gehören, sowie...(Mehr Info)
Ticketpreise
ab 11,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Erbstücke Festival
Sa 27., So 28.04. 18 Uhr Seitenbühne Ost
Eintritt: 11 I 7€

Slave to the Rhythm
Hermann Heisig (DE)
Im Kontext der Lebensreformbewegung begründete der Schweizer Komponist und Musikpädagoge Émile Jaques-Dalcroze zu Beginn des 20. Jahrhunderts die rhythmischmusikalische Erziehung als eine Methode, die unmittelbare Verbindung zwischen Musik und Bewegung ‚bewegte Plastik’ körperlich darzustellen. Dieser künstlerische Ansatz war Teil eines umfassenden Gesellschaftsentwurfes, ein sozialutopisches Experiment, geschaffen aus einer Suche nach dem ‚neuen Menschen’. Im Zentrum der rhythmisch-tänzerischen Übungen stand die Idee der Ganzheitlichkeit, des harmonischen Zusammenwirkens aller Kräfte.

In „slave to the rhythm“ unternimmt der Choreograf Hermann Heisig gemeinsam mit vier TänzerInnen den Versuch einer körperlichen Annäherung an Dalcroze’ Methode. Im Fokus steht dabei weniger die detailgenaue Rekonstruktion der historischen Vorlagen, sondern vielmehr eine Konfrontation ganzheitlicher Körperideologien mit den fragmentierten Wahrnehmungsmustern unserer Zeit. Heisig interessiert sich für den Punkt, an dem Harmonie totalitär wird, das Lebendige mechanisch, oder auch der Rhythmus und die Dynamik einer Gruppe außer Kontrolle geraten.

Idee: Hermann Heisig

Von und mit: Pieter Ampe, Jessica Batut, Hermann Heisig, Elpida Orfanidou,Alma Toaspern

Bühne und Kostüme: Marie Gerstenberger

Musik:Gunnar Wendel aka Kassem Mosse

Licht: Thomas Achtner

Produktionsleitung: Susanne Ogan

Eine Produktion von Hermann Heisig in Koproduktion mit Schauspiel Leipzig und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Gefördert aus Mitteln des Fonds Darstellende Künste und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Bild: Festspielhaus Hellerau Dresden

Hellerau steht in mehrfacher Hinsicht als Synonym für Moderne im 20. Jahrhundert, nicht nur bezogen auf die Künste. Der »Mythos« schien zwischenzeitlich indes gefährdet, dem Vergessen anheim zu fallen. Die »Lebensreformgedanken« des ausgehenden 19. Jahrhunderts führten 1909 zur Gründung der Werkstätten und der ersten deutsche Gartenstadt. Das zwei Jahre später erbaute Festspielhaus war für Émile Jaques-Dalcrozes Tanzausbildung völlig anders konzipiert als je ein Theaterbau zuvor. Nach kurzer Blütezeit und langer Ruhepause setzte ab Mitte der 1990er Jahre eine künstlerische Belebung in Hellerau ein.