Soiree: Minna von Barnhelm Tickets - Krefeld, Theater Krefeld - Glasfoyer

Event-Datum
Sonntag, den 03. Juni 2018
Beginn: 17:00 Uhr
Event-Ort
Theaterplatz 3,
47798 Krefeld
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Theater Krefeld und MG (TKM) (Kontakt)

Gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises erhalten ggf. Schüler und Studenten unter 27 Jahren, Auszubildende, Grundwehr- bzw. Ersatzdienstleistende, Arbeitssuchende, Schwerbehinderte (GdB 70), Inhaber des Mönchengladbach- Ausweises sowie des Krefeld-Passes Ermäßigungen für Schauspiel, Musiktheater und Ballett, für Sinfonie- und Chorkonzerte und für Studio-Aufführungen. Begleitpersonen von Menschen, die auf fremde Hilfe angewiesen sind, haben freien Eintritt.
Theatercard-Inhaber, die einen Jugendlichen unter 18 Jahren mit in eine Veranstaltung der Entgeltstufe 1 mitnehmen möchten,...(Mehr Info)
Ticketpreise
ab 4,00 EUR
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Bild: Minna von Barnhelm - Theater Krefeld Mönchengladbach
Komödie in fünf Akten von Gotthold Ephraim Lessing {1729 – 1781}

„O, über die wilden, unbiegsamen Männer, die nur immer ihr stieres Auge auf das Gespenst der Ehre heften! Für alles andere Gefühl verhärten!“

Nach dem siebenjährigen Krieg hat der preußische Major von Tellheim gegenüber dem Kriegsfeind Sachsen Mitleid und einigt sich mit ihm auf die kleinstmögliche Summe von Reparationsforderungen – die er auch noch aus eigener Tasche vorstreckt. Als er unehrenhaft aus dem Militärdienst entlassen wird, verleumdet wegen seiner großen Milde und wegen Korruption angeklagt, versteckt sich Tellheim vor seiner Verlobten Minna von Barnhelm in einem heruntergekommenen Hotel in Berlin. Doch die selbstbewusste und mutige junge Frau wendet sich gegen die Konvention und reist ihm nach. „Mit einem Lieben Sie mich noch?“ stellt sie ihn zur Rede. Durch seinen Statusverlust fühlt er sich ihrer nicht mehr würdig: Unmöglich ist es für ihn, „sein ganzes Glück einem Frauenzimmer zu verdanken.“ Als Mann von Charakter gilt für ihn jetzt nicht mehr die Liebe, sondern das Prinzip. Aber Minna lässt sein übertriebenes Ehrgefühl nicht gelten und beginnt ein geschicktes Wort- und Verwirrspiel: Sie gibt Tellheim vermeintlich ihren Verlobungsring zurück – doch es ist sein eigener, den er beim Wirt verpfänden musste – und deutet an, dass sie seinetwegen enterbt worden sei. Nun beginnt Tellheim seinerseits um sie zu werben. Minna bleibt kalt und hält ihm den Spiegel vor: Sein Mitleid mache jetzt ihrerseits eine Heirat unmöglich – und spätestens hier werden die tragischen Züge der Komödie sichtbar. Von Lessing durchaus beabsichtigt: „Das Possenspiel will nur zum Lachen bewegen, das weinerliche Lustspiel will rühren, die wahre Komödie will beydes.“

Lessings Minna von Barnhelm, ur-aufgeführt 1767 in Hamburg, ist eine spielerisch-lustvolle Auseinandersetzung mit starren gesellschaftlichen Mustern, männlicher Vernunft und moralischer Eitelkeit, die mit zweierlei Maß misst: Tellheim kann nicht nehmen, ohne zu geben – und ist hoffnungslos überfordert von seiner emanzipierten Verlobten. Der Sprachwitz des Autors, der in der Redegewandtheit der aufgeklärten Braut voll zur Geltung kommt, erhöht die Komik und die Ernsthaftigkeit des Stücks. Zugleich ist es ein großartiges Plädoyer für menschliches Verhalten in kriegeri-schen Zeiten.
Bild: Theater Krefeld Mönchengladbach

Vor 60 Jahren beschlossen die Städte Krefeld und Mönchengladbach sich für ein gemeinsames Theater. In dem Theater finden neben Theateraufführungen auch Klassische Konzerte statt. Schauen Sie doch mal vorbei.

Theater Krefeld - Glasfoyer, Krefeld