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Bild: Solveig - Shademakers Carnival ClubBild: Solveig - Shademakers Carnival Club
Jetzt Tickets sichern und bei Solveig die Urban-Inszenierung mit Film, klassischer Musik und modernem Tanz des Shademakers Carnival Club live erleben. weitere Infos

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Information zur Veranstaltung

Ursprung des Ich-Suchers Peer Gynt ist kein Sympathieträger. Er ist ein Trunkenbold und Schwadroneur, skrupellos in seinem Drang nach Macht, Reichtum und Frauen, größenwahnsinnig und narzisstisch. Peer Gynt lässt sich ziellos treiben, stolpert mal in diese, mal in jene Situation. – Das Drama des modernen Menschen. Auf der Suche nach sich selber, erfindet der Protagonist sich ständig neu. Peer Gynt entstand auf der Vorlage norwegischer Feenmärchen von Peter Christen Asbjørnsen.

In seinem Werk setzte sich Ibsen kritisch mit dem romantischen Nationalismus im Norwegen seiner Zeit auseinander. Er schuf es während seines freiwilligen Exils in Italien, vor allem auf Ischia und in Sorrent. Peer Gynt war ursprünglich nicht für die Bühne geschrieben worden. Einige Jahre nach der Fertigstellung im November 1867 änderte Ibsen jedoch seine Meinung und begann, das bis dahin in der Lesefassung sehr erfolgreiche Gedicht zu einer Bühnenfassung umzuarbeiten, was einige Kürzungen mit sich brachte.

Neuinterpretation:
Zusammen mit befreundeten Künstlern hat der Shademakers Carnival Club e.V. sich der urbanen Umsetzung des nordischen Klassikers verschrieben. Bewusst haben sich die Macher für den Titel Solveig entschieden, da es sich bei der Inszenierung nicht um die Reproduktion des Schauspiels handelt, sondern um die Umsetzung einer Idee „Der Suche nach dem Ich“ auf Grundlage des Klassikers. Die Geschichte fokussiert in fünf ausgewählten Filmszenen und einer LivePerformance das Drama des modernen Menschen – dass sich ständig neu Erfindens und das Schicksal des nicht Ankommens. Hinter der für Shademakers ungewöhnlichen Präsentationsform steckt der Grundgedanke ein verbindendes Projekt zwischen Hoch- und Urbankultur entstehen zu lassen.

Die nonverbale Performance mit den bekannten Kostümen des Vereins, wird durch die intensive Bildsprache des Films verstärkt. In der Inszenierung verschmelzen Film, klassische Musik (Yoonha Choi von den Bielefelder Philamonikern), Kostümdesign, Kampfsport, Tanz und Live-Performance zu einem ausdrucksstarken Ganzen. Dem Team war es sehr wichtig, durch das Zusammenspiel von Laien und Profikünstlern das Entdecken neuer Fähigkeiten fördern. Persönliche Grenzen wurden überwunden, neue Horizonte eröffnet und neue Ausdrucksformen gefunden. Eine Suche nach dem Eigenen Ich – so wie beim Antiheld Peer Gynt. Untermalt werden die Filmsequenzen von klassischen Musiker und sphärischen Klängen. Die Produktion Solveig entstand im Rahmen des Projektes „Watch me“ der regionalen Kulturförderung.