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Sortiermaschinen - Die Neuerfindung der Grenze im 21. Jahrhundert Tickets - Berlin, Urania - Kleist-Saal

Event-Datum
Freitag, den 17. Dezember 2021
Beginn: 17:30 Uhr
Event-Ort
An der Urania 17,
10787 Berlin
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Urania Berlin e.V. (Kontakt)

Ermäßigte Eintrittspreise: Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte (Karten für die Begleitpersonen erhalten Sie nur in der Urania), Schüler, Studenten, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger sowie Mitglieder kultureller und anderer Organisationen mit denen eine entsprechende Vereinbarung getroffen wurde.
Bitte halten Sie den entsprechenden Nachweis am Einlass bereit.
Urania-Mitglieder geben ihre Mitgliedsnummer in dem Feld "Aktionscode" ein und erhalten dann ihre ermäßigten Tickets zum Mitgliedspreis.
Ticketpreise
ab 0,00 EUR *
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Sortiermaschinen - Die Neuerfindung der Grenze im 21. Jahrhundert

Bild: Sortiermaschinen - Die Neuerfindung der Grenze im 21. Jahrhundert
Der kosmopolitische Traum von einer grenzenlosen Welt hat in den letzten Jahren tiefe Risse bekommen. Aber war er überhaupt jemals realistisch? Steffen Mau zeigt, dass Grenzen im Zeitalter der Globalisierung von Anbeginn nicht offener gestaltet, sondern zu machtvollen Sortiermaschinen umgebaut wurden. Ein kleiner Kreis Privilegierter darf heute nahezu überallhin reisen, die große Mehrheit der Weltbevölkerung aber bleibt weiterhin systematisch außen vor.
Während die Mobilität von Menschen über Grenzen hinweg in den letzten Jahrzehnten stetig zunahm und Grenzen immer offener schienen, fand gleichzeitig eine in Wissenschaft und Öffentlichkeit unterschätzte Gegenentwicklung statt. Vielerorts ist es zu einer neuen Fortifizierung gekommen, zum Bau neuer abschreckender Mauern und militarisierter Grenzübergänge. Grenzen wurden zudem immer selektiver und – unterstützt durch die Digitalisierung – zu Smart Borders aufgerüstet. Und die Grenzkontrolle hat sich räumlich massiv ausgedehnt, ist zu einer globalen Unternehmung geworden, die sich vom Territorium ablöst.
Der Soziologe Steffen Mau analysiert, auf welche Weise und mit welchen Mitteln die neuen Sortiermaschinen Mobilität und Immobilität zugleich schaffen: Für erwünschte Reisende sollen sich Grenzen wie Kaufhaustüren öffnen, für andere sollen sie fester denn je verschlossen bleiben. Nirgends tritt das Janusgesicht der Globalisierung deutlicher zutage als an den Grenzen des 21. Jahrhunderts.

Prof. Dr. Steffen Mau lehrt Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er wurde 2021 mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung
Bild: Urania Berlin

Wissenschaftliche Bildung für alle Bürger zu vermitteln, ist die demokratische Aufgabe, der sich die Urania als Verein mit über 1.800 Mitgliedern verpflichtet hat. Als interdisziplinäre Plattform präsentiert die Urania aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft einer breiten Öffentlichkeit und bietet Raum für Auseinandersetzung und Diskussion. Als Lern- und Bildungsort steht die Urania allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Besuchern Berlins offen.
 
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