Sven Helbig | I Eat the Sun and Drink the Rain - poetische Reise auf der Suche nach Menschlichkeit Tickets - Berlin, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Event-Datum
Dienstag, den 26. November 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Breitscheidplatz,
10789 Berlin
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Festspiele Mark Brandenburg c/o Freunde der Residenzstadt Königs Wusterhausen eV (Kontakt)

Ermäßigungen erhalten Schüler, Studenten, Auszubildende sowie Erwerbslose.

Begleitpersonen von Rollstuhlfahrern und Schwerbeschädigten mit B im Ausweis erhalten eine Freikarte.
Ticketpreise
von 14,00 EUR bis 26,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Sven Helbig
Der Chor des weltbekannten Bolshoi-Theaters, mit seinen einzigartig warmen Stimmen ist in diesem Jahr mit Musik des Eisenhüttenstädters Sven Helbig auf Tournee und macht natürlich auch in der Geburtsstadt des Komponisten halt.
Mit bewegenden Melodien und Sven Helbigs ruhigen elektronischen Klängen ist “I Eat the Sun and Drink the Rain” der perfekte Höhepunkt zur Vorweihnachtszeit.

I Eat The Sun And Drink The Rain ist ein Werk für Chor und Live Electronics. Sven Helbig hat damit ein Konzeptalbum geschaffen, in dem er sowohl als Komponist als auch als Autor fast aller Liedtexte in Erscheinung tritt. Über zehn Stücke arrangiert er eine lose Narration, die sich mit drängenden Fragen der Gegenwart beschäftigt.
In dem klanggewaltigen Werk treffen zarte Chorflächen auf pulsierende Synthesizer. Erhabene A-Cappella-Akkorde schichten sich über digitale Klangschöpfungen. Dabei ergänzen sich die kunstvolle Stimmführung des Chores und die Electronics perfekt.
I Eat The Sun And Drink The Rain ist die konsequente Weiterentwicklung des musikalischen Prinzips der Pocket Symphonies und Pocket Symphonies [Electronica]. Hier finden sich volksliedhafte Stücke (Abendglühen) neben feinen harmonischen Verwebungen á la Arvo Pärt (Kyrie) und minimalartiger Drone Music (Gedenken).
Eine Reihe von sehr dunklen, melancholischen Stücken, deren Texte er meist selbst verfasst hat. Helbig beschreibt das Werk selbst als poetische Reise auf der Suche nach Menschlichkeit.
Der musikalische Bogen spannt sich vom archaischen »Kyrie Eleison« über Leopardi´s »L´Infinito« bis hin zur modernen Reflektion über die menschliche Seele als wunderbarer Teil der Natur. Samtener Chorwohlklang trifft auf digitale Klangwelten und A Cappella Gesang auf des Komponisten pulsierenden Sound.
Begleitet wird das Werk von den hypnotischen Bilderwelten des isländischen Video- Künstlers Máni M. Sigfússon. Der Chor der Bolschoi Oper Minsk wird geleitet von Wilhelm Keitel, Sven Helbig sitzt und begleitet live an den Electronics.

Sven Helbig wuchs in Eisenhüttenstadt auf. Somit ist die Aufführung im Friedrich-Wolf-Theater ein besonderes Highlight und Heimspiel für ihn.

Besetzung:

Dirigent: Wilhelm Keitel
Chor: Minsk
Live Electronics: Sven Helbig


Künstlerinfo:

Sven Helbig (Komponist)
Er ist als Grenzgänger zwischen klassischer Orchestermusik, Pop und experimentellen Klangformen erfolgreich. Aufgewachsen in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) mit Klarinette, Gitarre und Klassik aus einem selbstgebastelten Radio, studierte Sven Helbig an Dresdens Musikhochschule „Carl Maria von Weber“. Nach dem Abschluss lebte er einige Zeit in New York, spielte in der Carnegie Hall, der Met und in den Clubs des Greenwich Village. Rhythm ´n´ Blues und Gospel nehmen seither Einfluss auf seine Kompositionen. Er ist Mitbegründer der Dresdener Sinfoniker, Europas erstem Orchester, das ausschließlich Neue Musik interpretiert. Er tourt Solo mit elektronischer Musik und arbeitete als Produzent mit Pop-Größen wie den Pet Shop Boys, Rammstein und Polarkreis 18. »Pocket Symphonies«, sein Debüt-Album bei der Deutschen Grammophon, erschien 2013. Das Chorwerk „I eat the Sun and drink the rain“ folgte 2016 beim Label »Neue Meister«, das auch »Tres Momentos« (2018) betreut hat.


Wilhelm Keitel (Dirigent)
Sein Portfolio könnte kaum größer sein: Es reicht von Konzerten mit Dame Margaret Price über Belcanto-Star Lucia Aliberti bis zur Travestiekünstlerin Conchita. Wilhelm Keitel arbeitete u.a. mit dem BBC Concert Orchestra, dem Radio Symphonieorchester Stuttgart, den Hamburger Symphonikern und dem Radioorchester Oslo. Geprägt von Leonard Bernstein und Seiji Ozawa als seinen Mentoren in New York und Tanglewood, setzt er seit über drei Jahrzehnten musikalische Akzente von der Operette bis zur Filmmusik-Gala. Als ständiger Gastdirigent ist er der Bolschoi Oper Minsk und dem Radio- und TV-Orchester Belarus verbunden. Gemeinsam tourten sie 2011 mit Helene Fischer durch Deutschland und glänzten vor ausverkauften Rängen. Jüngst dirigierte Wilhelm Keitel das Programm „Disney in Concert“, hervorgegangen aus der Zusammenarbeit mit den renommierten Filmmusik-Komponisten Hans Zimmer und John Powell sowie mit Annett Louisan und Alexander Klaws als Solisten.


Chor der Bolschoi Oper Minsk (Chor)
„Groß“, auch „ausgezeichnet“ bedeutet das russische Wort bolshoi ins Deutsche übersetzt. Neben St. Petersburg und Moskau war es das Opernhaus Minsk, das in der Sowjetunion das Prädikat tragen durfte und dessen Programm durch seine künstlerische Qualität den Titel rechtfertigte. Seit 1992 gastieren Chor und Orchester im Ausland, in Deutschland waren sie in der Berliner Waldbühne und auf dem Odeonsplatz München zu erleben. Einen besonderen Glanzpunkt vermochten die Belarussen 1997 beim Ersten Internationalen Opernfestival Manaus (Brasilien) zu setzen. Sie spielten vor ausverkauften Rängen im Teatro Amazonas Rossinis »Il barbiere di Siviglia«, Verdis »La Traviata« und Bizets »Carmen«. Höhepunkt war eine Open-Air Aufführung am Ufer des Rio Negro unter der Leitung von Wilhelm Keitel, der mit dem Chor und Orchester der Bolschoi Oper Minsk seit über zwei Jahrzehnten zusammenarbeitet sowie weltweit tourt.