DUO AMORATADO Tickets - Dresden, Dreikönigskirche

Event-Datum
Donnerstag, den 28. März 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Hauptstraße 23,
01097 Dresden
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Konzert- und Theateragentur Andreas Grosse (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind Kinder, Schüler, Studenten, Arbeitslose, Zivildienstleistende, Dresden-Pass-Injhaber und Schwerbeschädigte (ab 70%) und deren Begleitperson bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises.
Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass nachzuweisen!
Ticketpreise
von 13,20 EUR bis 22,00 EUR und Ermäßigungen
Weitersagen und mit Freunden teilen
Bild: Musik zwischen den Welten - Dresden
»Vom Erzgebirge nach Buenos Aires«
Wie der Tango zu seinem Instrument kam.
DUO AMORATADO

JÜRGEN KARTHE Bandoneon
FABIAN KLENTZKE Piano | Sprecher

„Selten hat man einen Bandoneonspieler gehört, der sein Instrument mit solcher Präzision beherrscht...“
Die Rede ist von Jürgen Karthe, der als Solist, im Duo, im Quartett, im Sextett und natürlich auch als Gründer und Leiter des an die 30 Musiker umfassenden »Gran Orquesta Carambolage« als DER sächsische Bandonero überhaupt gilt.

Bereits mit zehn Jahren erhielt er seinen ersten Akkordeonunterricht. Später übte und musizierte er auf verschiedenen Instrumenten, bevor er sein Instrument fand: Das Bandoneon. Er studierte es in Rotterdam und Buenos Aires, unternahm Konzertreisen nach Asien und Südamerika, musizierte im japanischen Yokohama ebenso wie in Istanbul, London und Moskau und zahlreichen weiteren europäischen Städten. Und immer sind die Menschen begeistert von seinem Können, denn "Karthe zeigt mit seinem Spiel stets das Besondere im Tango, die Kraft, die Straße, den Wechsel von Leidenschaft und Gelassenheit. Ihn zu sehen und zu hören ist ein Erlebnis."

Im Duo TANGO AMORATADO musiziert er gemeinsam mit dem traumtänzerisch sicher aufspielenden Pianisten Fabian Klentzke seit mehr als 15 Jahren.
Der erhielt seine musikalische Ausbildung in Dresden. Der ungemein vielseitige Musiker (der auch singt und Oboe spielt) gastierte in nahezu allen europäischen Ländern, dazu in Asien und Lateinamerika.

Die beiden perfekt miteinander harmonisierenden Instrumentalisten musizieren mit der Intensität einer ganzen Band und den Klangfarben eines Orchesters ihren nuancierten und kraftvollen Tango Argentino. Publikum und Kritiker sind gleichermaßen begeistert. So haben sich beide Musiker innerhalb und außerhalb ihres Duos einen führenden Platz in der internationalen Tangoszene erarbeitet.

In ihrem neuen Programm haben sie sich der besonderen Geschichte des Tangos und seines Hauptinstruments zugewand, denn Bandoneon und Tango gehören zusammen, jedes einzelne für sich sind ohne das jeweils andere kaum vorstellbar. Und so, wie sich um die Entstehung des Tangos zahlreiche Legenden ranken, gibt es auch zahlreiche Geschichten um und über das Bandoneon.

Vom Erzgebirge nach Buenos Aires ist es ein weiter Weg. Wie ist das Bandoneon dorthin gelangt? Und wo kommt es überhaupt her? Wie und wo ist es entstanden? Was unterscheidet das Bandoneon vom so ungleichen Bruder Akkordeon?
Jürgen Karthe und Fabian Klentzke gehen diesen und anderen Fragen nach.

In diesem Konzert spielen sie nicht nur traditionelle argentinische Tangos, sondern auch Musik, die in der Geschichte des Bandoneons eine wesentliche Rolle spielte: Folklore aus dem Erzgebirge und aus dem Norden Argentiniens, Schlager der 20er Jahre, Klassik-Adaptionen und Musik der argentinischen Komponisten Alberto Ginastera und Astor Piazzolla.
Dazwischen gibt es Ausflüge in die Geschichte des Bandoneons, das ja auch als "Orgel des kleinen Mannes", "Walzer-, Marsch- und Polka-Quetsche" oder spanisch "Fueye" genannt wird.


"Von meiner Heimat singen konnte ich schon in Krefeld und Carlsfeld gut. Warum sollte ich das nicht auch auf Neapolitanisch oder Spanisch tun? Das waren nämlich die Sprachen, die in Buenos Aires aufeinanderprallten. Einer Stadt, die innerhalb von 50 Jahren fünfmal so viele Einwohner hatte wie vorher. Ach, was red ich da: Einwohner? Gestrandete waren es, eine gigantische Masse einsamer Menschen. Und weil diese Desperados alle gar nicht so viel singen konnten, wie sie weinen wollten, haben sie mich als Ersatz gewählt: Das Bandoneon."


Fue tu voz, bandoneón,
la que me confió el dolor de fracaso que hay en tu gemir;
voz que es fondo de la vida oscura y sin perdón,
del que soñó volar y arrastra su ilusión llorándola ...

Bandoneonseele
Es war deine Stimme, Bandoneon,
deren Stöhnen mir den Schmerz über das Scheitern anvertraute;
deine Stimme, die die Tiefe des gnadenlosen Lebens und dessen ist,
der zu fliegen träumte, aber seine Illusionen rumschleppt und sie beweint...

Enrique Santos Discépolo
"Alma de Bandoneón"
Übersetzung: Dieter Reichardt
Bild: Dreikönigskirche Dresden

Die Dreikönigskirche in Dresden stellt ausgezeichnete Bedingungen zur Durchführung von Kongressen, Tagungen und Schulungen zur Verfügung. Das Haus der Kirche organisiert auch Konzerte, Führungen im Haus sowie Vermittlung von Opern- und Theaterbesuchen.