Testament - Verspätete Vorbereitungen zum Generationswechsel nach Lear Tickets - Berlin, HAU2

Event-Datum
Montag, den 01. Oktober 2018
Beginn: 19:00 Uhr
Event-Ort
Hallesches Ufer 32,
10963 Berlin
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Hebbel am Ufer (Kontakt)

- Ermäßigte Karten gelten für Schüler*innen, Studierende, Jugendliche im Freiwilligendienst, Sozialhilfe- oder Arbeitslosengeld-Empfänger*innen, Inhaber*innen eines Schwerbehindertenausweises, Grundwehrdienstleistende, Auszubildende sowie Empfänger*innen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und sind nur mit einem Nachweis gültig. Bitte halten Sie diesen am Einlass bereit.
- Karten mit Tanzcard-Ermäßigung gelten nur in Verbindung mit einer gültigen Tanzcard.

- Discount tickets are available for students, young people doing voluntary civil or military service, welfare recipients,...(Mehr Info)
Ticketpreise
von 16,50 EUR bis 27,50 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Testament - She She Pop und ihre Väter
She She Pop nimmt sich den Kanon vor: In der ersten Szene von Shakespeares “König Lear” versucht der alte Mann mit großer Geste, sein Reich an seine drei Töchter zu vermachen und damit eine Absprache für seine Altersvorsorge zu treffen – ein Plan, der auf gewaltsame Weise scheitert. Das verwundert nicht. Denn von allen Tauschgeschäften, in die wir jemals verwickelt werden, ist dasjenige zwischen den Generationen das komplizierteste und undurchsichtigste. Wert und Gegenwert (also Geld und Liebe) sind prinzipiell verschleiert, und niemand hat den Tauschbedingungen je offiziell zugestimmt. Das gilt für fast alle Verabredungen zwischen den Generationen: Sie sind faul. Sie haben nie stattgefunden. Es gibt sie nicht. Der Stall, den es hier auszumisten gilt, ist randvoll mit Daten und Details, Schmuckstücken, Stammbäumen, Erbfolgen, Erbkrankheiten, Liebesschwüren, Pflegeplänen, Benzinquittungen und Schuldgefühlen – sämtlich Teile der Verhandlungsmasse in dieser öffentlichen Gegenüberstellung von Töchtern und ihren Vätern.

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She She Pop goes to work on the dramatic canon: In the first scene of Shakespeare´s "King Lear", the old man makes an attempt to leave his kingdom to his three daughters and thereby to agree on his retirement arrangement - a plan that fails violently. Small wonder, as out of all the barter deals we have ever been involved in, the one between the generations is the most complicated and obscure one. Value and countervalue (i.e. money and love) are always veiled, nobody ever officially agreed on terms of this exchange. This is the case for almost all agreements between generations: they are foul. They never happened. They do not exist. The space that is to be cleared out is brimful with dates and details, jewellery and family trees, legal successions, hereditary diseases, loving vows, home care plans, gas receipts, and a sense of guilt – all of them subjects of public negotiations between daughters and their fathers.

HAU2, Berlin