The Disorientalists - Who was Essad Bey? Tickets - Dresden, Societaetstheater, Gutmann-Saal

Event-Datum
Donnerstag, den 19. Oktober 2017
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
An der Dreikönigskirche 1a,
01097 Dresden
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden (Kontakt)

Ermäßigung für Kinder, SchülerInnen, StudentInnen, Auszubildende, Arbeitslose, Bundesfreiwilligendienstleistende, Dresden-Pass-InhaberInnen sowie Schwerbehinderte (ab 80% MdE) und die nachgewiesene notwendige Begleitperson. Gültige Berechtigungsausweise sind erforderlich.
Ticketpreise
ab 17,60 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Jüdische Musik und Theaterwoche Dresden
The Disorientalists feierten mit ihrem aberwitzigen Cabaret, Klezmer, Oriental Swing, Ragtime und Reggae vor zwei Jahren Premiere im Studio Я des Berliner Maxim-Gorki-Theaters. Und das mit vollem Erfolg - nicht nur wegen des Aufeinandertreffens von zwei der kreativsten, jüdischen Songschreibern dieser Zeit (Yuriy Gurzhy/Daniel Kahn), sondern auch, weil der Rest des Abends überzeugte. Mit der Sängerin und Schauspielerin Marina Frenk wurde eine hinreißende „Rampensau“ ins Boot geholt, um mit ihr die Bühnentauglichkeit der Band „Disorientalists“ getestet. Und da sich Essad Bey auch nach dem Premierenabend in eine Rauchwolke aus Legenden hüllte, gibt es nun Teil 2, umrankt von georgischem Wein, neuen Songs und bis dato unbekannten Film- und Fotoaufnahmen.

Porträtiert wird auf der Bühne das Leben des deutschen Schriftstellers Essad Bey: 1905 als Lev Nussimbaum in Aserbaidschan zur Welt gekommen, konvertierte er 17 Jahre später in Berlin zum Islam, nahm den Namen Essad Bey an, und schrieb in der Vorkriegszeit einige Bestseller. Seine Mutter war mit Stalin befreundet, sein Vater - ein Ölindustrieller. Essay Bey inszenierte sich als persischer Prinz, bestritt seine jüdische Herkunft und wollte die erste offizielle Mussolini-Biographie verfassen. Wenn man denkt, schräger kann‘s nicht mehr werden, setzen die Musiker noch einen drauf. Und noch einen – bis die eigentliche wahre Geschichte um Essad Bey in einem Nebel aus ungewissen Identitäten verschwindet.

Übrigens: Wir freuen uns Daniel Kahn am 17. Oktober 2017 noch in einem seiner weiteren Projekte begrüßen zu können: The Unternationale. Außerdem wird Yuriy Gurzhy am 21. Oktober nach der Lesung von Wladimir Kaminer zur Russendisko auflegen!
Bild: Societaetstheater Dresden

Im barocken Gebäude hat ein modernes Theater Einzug gehalten, das Aufführungen des Sprech-, Tanz-, Musik- und Figurentheaters Raum gibt. Freischaffende Künstler aus der Region und Gäste aus dem In- und Ausland stehen inzwischen auf der historischen Bühne. Heute wendet sich das Societaetstheater vor allem Themen und Stoffen der Gegenwart zu. Dazu schaffen Festivals, Werkstattveranstaltungen und Diskussionsforen Experimentier- und Begegnungsräume für künstlerischen wie intellektuellen Austausch. Zwei Bühnen und der Spielraum im Foyer stehen den Künstlern für ihre Projekte zur Verfügung. Im Sommer lockt ein zusätzlicher Spielraum in den barocken Garten. (Quelle: societaetstheater.de // Foto: Max Messer)

Societaetstheater, Gutmann-Saal, Dresden