Bild: The Pianola Guys
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Information zur Veranstaltung

Die Geschichte des Jazz in New Orleans ist nicht zuletzt von den Pianisten der Stadt entscheidend geprägt worden. Diese organisierten, komponierten und arrangierten, spielten in Barrelhouses, Bars und Bordellen, konnten aber auch ein großes Publikum in Konzerthäusern begeistern. Jan Luley wie auch Tom McDermott gehören zu den Pianisten, die die gesamte Tradition des New Orleans Pianos in ihren Fingern haben. Alleine und gemeinsam an zwei Instrumenten erwecken sie die Musik von James Booker, Jelly Roll Morton, Louis Moreau Gottschalk und anderen zum Leben und bewegen sich stilsicher zwischen Ragtime, Stride, Swing, New Orleans Rhythm’n’Blues und südamerikanischen Rhythmen. Dazu verknüpfen sie ihre Musik mit unterhaltsamen Anekdoten und historischen Informationen über die Stücke, Pianisten und die Entwicklung des Jazz.

Tom McDermott gehört zur ersten Riege der Pianisten in New Orleans. In seinem äußerst vielseitigen Repertoire findet sich die gesamte Breite an New Orleans Musik zwischen Kompositionen von Louis Moreau Gottschalk aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zu modernen, funky, New Orleans Piano Klängen. Aber auch Ragtime, Swing und französische Musetten entfließen seinen Fingern. Seine besondere Liebe gilt der brasilianischen und kreolischen Musik. Er wuchs in St. Louis mit Ragtime und traditional Jazz in den 60ern und 70ern auf, bis ihn seine Liebe zu James Booker, Professor Longhair und Dr. John nach New Orleans zog, wo er seitdem lebt. Internationale Tourneen führten ihn durch Europa, Asien, Südamerika und die USA, wo er mit den Dukes Of Dixieland u.a. auch in der Carnegie Hall gastiert.

Tom McDermott komponiert und arrangiert sowohl für eigene Projekte als auch für zahlreiche andere Bands und Künstler. Auf den insgesamt 15 CDs, die er allein unter eigenem Namen veröffentlichte, finden sich 75 eigene Kompositionen. Viele davon sind auch im US-Fernsehen in der HBO-Serie „Tremé“ zu hören, in der er auch mehrere Male persönlich am Piano in Erscheinung treten durfte.

Jan Luley studierte Jazz mit Hauptfach Klavier in den Niederlanden und spielte bereits über 1800 Konzerte in 17 Ländern Europas sowie in Afrika und den USA. Er organisiert seit vielen Jahren Jazz-Reisen in die Geburtsstadt des Jazz am Mississippi, lernte von und bei ihren Pianisten und gilt als profunder Kenner der Stadt und ihrer Kultur. In seiner Musik verarbeitet er die Einflüsse der Pianisten des Big Easy - verpackt in neue Arrangements und vermischt mit Anleihen aus Gospel, Blues und moderneren Jazzentwicklungen, sowie eigenen Kompositionen. Seine Musik ist zeitlos, pianistisch auf höchstem Niveau und dazu eine tiefe Verbeugung vor der musikalischen Tradition aus New Orleans in erfrischend zeitgemäßer Umsetzung.

Schon 1996 schrieb die Süddeutsche Zeitung über ihn: „Für einen, der sich dem Modern Jazz verschrieben hat, verfügt Luley über ein fantastisches Blues-Feeling“. Und die Oberhessische Presse vermerkte: „Wenn man ihn spielen hört, dann hört man seine eigentlich schwarze New Orleans Seele über die Tasten rasen.“