Till Eulenspiegel zieht durch die Mark Brandenburg - ein Schalk auf musikalischer Wanderschaft. Open-Air Tickets - Großkmehlen, Schloss Großkmehlen

Event-Datum
Samstag, den 22. Juni 2019
Beginn: 17:00 Uhr
Event-Ort
Dr.-Z.-von-Lingenthal-Straße 1,
01990 Großkmehlen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Festspiele Mark Brandenburg c/o Freunde der Residenzstadt Königs Wusterhausen eV (Kontakt)

Ermäßigungen erhalten Schüler, Studenten, Auszubildende sowie Erwerbslose.

Begleitpersonen von Rollstuhlfahrern und Schwerbeschädigten mit B im Ausweis erhalten eine Freikarte.
Ticketpreise
ab 26,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Festspiele Mark Brandenburg
Ein Schauspieler (Steffen „Shorty“ Scheumann) und ein Septett bringen im Stile eines Melodrams unterhaltsame Till Eulenspiegel Geschichten im Brandenburgischen Raum auf die Bühne. Eine Auswahl aus Heiko Hesses 44 Kurzgeschichten verschmelzen zu einem untrennbaren Gesamterlebnis von Musik und Schauspiel an den Originalschauplätzen der Eulenspiegeleien.

Das Projekt „Till Eulenspiegel zieht durch die Mark – ein Schalk auf musikalischer Wanderschaft“ wird sowohl als ausführliches Konzertprogramm, wie auch als wanderndes Kurzkonzert auf verschiedenen Marktplätzen zu erleben sein. Im Stile eines Melodrams werden Musik und gesprochenes Wort kombiniert, sowie schauspielerisch dargestellt.
Der Journalist Heiko Hesse verfasste 44 Geschichten mit und über Till Eulenspiegel, die allesamt im Märkischen angesiedelt sind und publizierte sie in seinem Buch „Till Eulenspiegel zieht durch die Mark: Schelmengeschichten aus Berlin und Brandenburg“. In diesem Buch erfährt der Leser unter anderem, wie Till Eulenspiegel die Eberswalder mit einer Wurst vor dem Niedergang bewahrte, wie er mit einem Bären die Bernauer rettete, wie er Kräuter und Zwiebeln zu den Gurken aus dem Spreewald gab und wie er einen üblen Brandenburger Ratsherrn beinahe zur Hölle geschickt hätte.

Ausgewählte Eulenspiegeleien werden von einem Schauspieler (Steffen „Shortie“ Scheumann) dargestellt und vom Residenzensemble (Septett) musikalisch erzählt. Hierzu steht Richard Strauß Till Eulenspiegel in einer kammermusikalischen Bearbeitung im Zentrum. Weitere Werke für diese Besetzung verschmelzen im Stile eines Melodrams zu einer untrennbaren Einheit von dargestellten Till Eulenspiegel Geschichten und Musik. Vorbild dieses Konzeptes sind Wanderbühnen, die sich besonders im 17./18. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten. Das Ensemble bringt Hesses Erzählungen an die Original-Schauplätze und schafft damit ein unverwechselbares Narren-Erlebnis.
Die Produktion wird von einem Film-Team begleitet und zeigt verschiedene brandenburgische Orte. Neben den Live-Konzerten soll ein filmisches Format entstehen, das anschließend in Episoden medial verbreitet wird. Hierbei werden die Spielorte kurz portraitiert und Tills Wege zwischen den Ortschaften aufgezeigt.

Das Projekt ist besonders durch seine unmittelbare inhaltliche Verbindung zu märkischen Orten von lokaler Bedeutung und erlangt durch die mediale Begleitung und Distribution überregionale Strahlkraft. Inhaltliche Substanz, künstlerische Realisation und Medienproduktion sind eine untrennbare Einheit des innovativen Projekts. Die analoge Bühne, besonders auch die historischen Marktplätze und Altstadtkerne Brandenburgs, und die digitale Bühne stehen nicht nur im Verhältnis des digitalen Abbildens von Kunst, sondern werden in unterschiedlichen „Endprodukten“ bedient. Dabei werden aus der gemeinsamen inhaltlichen Substanz unterschiedliche künstlerische Formate für die analoge Aufführung sowie für die digital-mediale Umsetzung entwickelt, die in den Charakteristika unterschiedlicher Zielgruppen und Präsentationsformen begründet sind.


Besetzung:

Residenzensemble Mark Brandenburg:
Die Musiker des Ensembles sind Mitglieder des Residenzorchester, welches den musikalisch-künstlerischen „Pool“ für Kammermusik-Projekte darstellt.

Schauspieler:
Steffen „Shorty“ Scheumann

Künstlerinfo:

Steffen „Shorty“ Scheumann (Schauspieler)
Steffen „Shorty“ Scheumann absolvierte zunächst an der Humboldt-Universität in Ostberlin ein Kulturwissenschaftsstudium, war Soldat, Kellner, Chemiehilfsarbeiter und Rundfunkjournalist. Auf seinen Abschluss an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin folgten zahlreiche Engagements, so u. a. am Nationaltheater Weimar, Schauspiel Graz, Schillertheater Berlin, Berliner Ensemble, Schauspielhaus Bochum, Theater Dortmund, Theater Osnabrück, Theater Essen, Theater Düsseldorf, bei den Bad Hersfelder Festspielen und den Salzburger Festspielen, an der Deutschen Oper Berlin und der Staatsoper Hannover. Seit fast dreißig Jahren arbeitet er an renommierten Häusern, dreizehn Jahre an der Seite von Leander Haußmann, außerdem mit Regisseuren wie Heiner Müller, Peter Palitzsch, Werner Schroeter, Dominik Horwitz, Detlev Buck, Katharina Thalbach oder Tom Tykwer. Er wirkte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter in den Kinofilmen »Männerpension«, »Sonnenallee«, »Der Krieger und die Kaiserin«, »Hotel Lux« und Wes Andersons »The Grand Budapest Hotel«, sowie in den Fernsehproduktionen »Tatort« (ARD), »Polizeiruf«(ARD), »Hölle im Kopf« (ZDF), »Ich bin ein Berliner« (SAT 1), und ist regelmäßig als Sprecher für den Hörfunk tätig. Seit zehn Jahren arbeitet er verstärkt im Musiktheater und an experimentellen Projekten, so beispielsweise an der Reihe »Schorties Luxus«.