Tin Pit - Junges Theater Göttingen
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Information zur Veranstaltung

Kriegsbilder und Fluchtgeschichten dominieren seit über sechs Jahren das Syrienbild in den Medien. Fragen nach dem Leben vor der Revolution und vor dem Krieg sind aus dem öffentlichen Diskurs nahezu ausgeblendet. In „TIN PIT – im Nirgendwo einer fremden Stadt“ geht es um unerzählte Geschichten von Menschen aus einem geschmähten Viertel, einem Unort irgendwo mitten in Damaskus in der Zeit vor dem Krieg. In diesem Viertel ist der Autor und bildende Künstler Wasim Ghrioui aufgewachsen, der seit 2013 in Berlin lebt. In seinem zweiten Theatertext "TIN PIT" erzählt er mit genauer Beobachtungsgabe und feiner Ironie Geschichten und Anekdoten der Bewohner seines Viertels: Von Tante Wahida und ihrem schafsgroßen Hahn, der mit seinem Gekrähe zur Konkurrenz für den Muezzin wird. Von seinem Vater, einem „Mann des Staates“, der sogar sein Brot an einem eigenen Schalter für Militärs kaufen geht. Von der feinen, alten Madame Loris, der einzigen Christin im islamisch strengen Viertel, die ihrem Enkel und seiner Freundin einen Liebesunterschlupf gewährt.

Für sein Regiedebut TIN PIT konnte Wasim Ghrioui den Film- und Theater-Schauspieler Paul Wollin gewinnen, der derzeit am Maxim Gorki Theater auf der Bühne steht und unter anderem in der hochgelobten Inszenierung VERRÜCKTES BLUT in der Regie von Nurkan Erpulat zu sehen war. Sein Spiel wird mit musikalischen Klangbildern der syrischen Komponistin und Sängerin Dima Orsho vom Ensemble Rasif und der tschechischen Instrumentalistin und Komponistin Lenka Župková (Ensemble Megaphon) kongenial ergänzt. Sie verknüpfen in ihren Kompositionen traditionelle Lieder aus dem Mittelmeerraum mit Free Jazz, Elektronik und Sounds aus Damaskus. Die bildmächtige, visuelle Ausgestaltung von TIN PIT liegt in den Händen des Videokünstlers Matze Görig.