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Tobias Bamborschke (Isolation Berlin) - Lesung Tickets - Erlangen, E-Werk - Clubbühne

Event-Datum
Donnerstag, den 14. Oktober 2021
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Fuchsenwiese 1,
91054 Erlangen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: E-Werk Kulturzentrum GmbH (Kontakt)

Rollifahrer(innen) und Schwerbehinderte mit B im Ausweis kaufen eine Karte - die Begleitperson bekommt die Freikarte an der Abendkasse.

Bitte unbedingt im E-Werk Bescheid geben, telefonisch 09131 8005-0, Fax -10 oder per mail an info@e-werk.de, damit es im Kontingent und bei der Platzvergabe berücksichtigt wird.
Ticketpreise
ab 5,40 EUR *
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Tobias Bamborschke (Isolation Berlin) - Lesung

Bild: Tobias Bamborschke (Isolation Berlin) - Lesung
In meinem Knallkopp sind einige Schrauben locker /
Das klappert und rasselt und macht mich verrückt

Lakonisch und mit heiter-schonungslosem Pathos vermisst der wütende
Melancholiker Tobias Bamborschke die ausweglose Nüchternheit des
Alltags.
Tobias Bamborschke ist bekannt als Sänger und Texter von Isolation Berlin. Die
Independent-Band gilt als eine der aufregendsten in Deutschland und ist schon lange kein
Geheimtipp mehr. Ihre Songs laufen auf 1Live genauso wie im Deutschlandfunk; auf den
jungen, hippen Kanälen wie auf den gesetzteren, bildungsbürgerlichen. Wie das sein kann? Es
hat viel mit den Songtexten Bamborschkes zu tun. Darin singt er mit schonungslosem Pathos,
wütender Melancholie und wohl dosiertem Witz über die eher dunklen Seiten des Daseins.
Ihm gelingt das Kunststück, gleichermaßen literarisch anspruchsvoll und zugänglich zu sein.
Dabei kommt er ohne jegliche Larmoyanz daher und das macht Bamborschke zu einer
einzigartigen Gestalt in der deutschen Musiklandschaft.
Bamborschkes Gedichte, Gedanken und Spelunken entstammen derselben Welt und
Stimmungslage Isolation Berlins. Und doch sind sie viel mehr als nur Beiwerk! Losgelöst von
den Beschränkungen des Liedermachers, von Reimzwang, Vers- und Strophenform bringt
Bamborschke vielleicht noch eindringliche Texte als ohnehin schon zustande. Beim Lesen
glaubt man mitunter seine literarischen Vorbilder erkennen zu können: hier Lasker-Schüler,
dort Hesse, Kaléko bestimmt, bestimmt auch Eichendorff. Und dennoch kann man nur
erstaunt sein, wie es Bamborschke gelingt, aus der Tradition zu schöpfen und zugleich etwas
so Gegenwärtiges, unmittelbar Greifbares zu schaffen. Mit einer fast schon unheimlichen
Leichtigkeit, Lust und Melodie führt er uns entlang an verwohnten Straßen, traurigen Parks
und haarsträubenden S-Bahn-Fahrten in gedankliche Abgründe voller funkelnder
Sprachbilder. Das ist große Kunst.
Wer das Buch einmal in den Händen hält, wird feststellen: Es ist sieht auch noch gut aus! Um
den Takt und Rhythmus seiner Gedichte aufs Papier zu bringen, tippt Bamborschke sie auf der
Schreibmaschine seiner Oma. Das Buch bildet die Originalseiten ab. Dazu gesellen sich
Bamborschkes Zeichnungen. Spielerisch, naiv und böse nehmen sie Motive und Charaktere
der Gedichte auf, jagen sie durcheinander und treffen genauso bitter-humorvoll ins Mark.
In einer gerechten Literaturwelt wird man mit Tobias Bamborschkes Gedichten in der
Hosentasche herumlaufen wie einst mit denen Leonard Cohens. Man wird sie zurate ziehen
und wieder und wieder die Welt dieses großen jungen Künstlers aufsuchen.
Bild: E-Werk Erlangen

Das E-Werk Erlangen hat vier unterschiedlich große Spielstätten und weiterhin noch ein Kino - von der familiären „Kellerbühne“ bis hin zum großen Saal. Insgesamt hat das E-Werk eine Veranstaltungsfläche von 2.500 Quadratmetern und eine Besucheraufnahmekapazität von 2.500 Personen. Jährlich wird das E-Werk von 250.000 bis 300.000 Menschen besucht. Schauen Sie mal vorbei.
(Foto: erlangen.de)