Bild: Tod eines Handlungsreisenden - Theater der AltmarkBild: Tod eines Handlungsreisenden - Theater der Altmark
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Information zur Veranstaltung

Drama von Arthur Miller

„Ich habe es nicht geschafft. Ich habe es einfach nicht geschafft.“ Willy Loman

Ein Leben lang hat Willy Loman hart für seinen Traum von Anerkennung und bescheidenem Wohlstand gearbeitet. Fast vierzig Jahre reiste er als Handelsvertreter durch die Lande und konnte damit seiner Frau und seinen beiden Söhnen eine sichere Mittelstandsexistenz bieten. Doch nun ist er am Ende. Seine Stammkunden sind umgezogen oder verstorben, die jüngeren Kollegen arbeiten effizienter, jede Dienstreise wird zur Qual. Das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, zermürbt Willy zusehends, doch noch kann er sich sein Scheitern nicht eingestehen. Er belügt sich und seine Familie, um den schönen Schein zu wahren. Als ihn der neue, junge Chef feuert, gerät Willy in eine tiefe Sinnkrise. Ihn quälen Existenzängste, es droht der Verlust des gesellschaftlichen Ansehens und der finanzielle Ruin der Familie, und was am schwersten wiegt: Er verliert die Achtung vor sich selbst. Loman sieht nur noch einen Ausweg: Selbstmord, als Autounfall geplant, um die Versicherungssumme für die Familie zu kassieren. 

Arthur Millers Gesellschaftstragödie, uraufgeführt 1949, erzählt eine erschreckend aktuelle Geschichte über das Scheitern. Ein Mann aus dem klassischen Mittelstand, der sein Leben in den Dienst des finanziellen Erfolgs gestellt hat, scheitert an der immer erbarmungsloser werdenden Arbeitswelt, die nur noch Gewinnmaximierung als Maßstab anerkennt. Doch nicht nur er verliert seine Identität, mit ihm scheitert eine ganze Gesellschaftsschicht und der große amerikanische Traum vom Wohlstand für alle. 

Regie: Wolf E. Rahlfs

Mit: Michaela Fent, Matthias Hinz, Hannes Liebmann, Andreas Müller, Ole Xylander u.a.

Eine Aufführung des Theaters der Altmark, Stendal