Bild: Tolerantia - ein musikalisches Plädoyer
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Information zur Veranstaltung

Tolerantia - ein musikalisches Plädoyer

25 Jahre LJO Sachsen


Seine Messe The Armed Man widmete der walisische Komponist Karl Jenkins den Opfern des Kosovo-Krieges; sie ist eine leidenschaftliche Bitte um Frieden. Auch das Opernfragment von Benjamin Fleischmann, dem eine Erzählung Anton Tschechows zugrunde liegt, thematisiert religiöse Vorurteile. Dmitri Schostakowitsch, sein Kompositionslehrer, schrieb in seinen Erinnerungen: „Ich bin sehr froh, dass es mir gelang, Rothschilds Geige für Fleischmann zu vollenden und zu orchestrieren. Es ist eine wundervolle Oper, zart und traurig, ohne jeden groben Effekt...“ Mit Jenkins’ eindrücklicher Mass for Peace und Benjamin Fleischmanns unbedingt hörenswertem Operneinakter stellt das Landesjugendorchester Sachsens anlässlich seines 25jährigen Bestehens ein musikalisch hochkarätiges Konzertprogramm vor, das gesellschaftlich Position bezieht und die mitwirkenden Schüler wie das Publikum zur Auseinandersetzung mit der höchst aktuellen Thematik einlädt.

Das Landesjugendorchester Sachsen setzt sich aus den begabtesten sächsischen Nachwuchsmusikern zusammen. Gemeinsam mit Dozenten aus renommierten Klangkörpern des Freistaates arbeiten die jungen Instrumentalisten in jährlich zwei Probenphasen an allem was nötig ist, um zu einem gemeinsamen, großen Klang zusammenzuwachsen.

Benjamin Fleischmann (1913-1941): Rothschilds Geige
Oper in einem Akt nach der gleichnamigen Erzählung von Anton Tschechow
Instrumentierung von Dmitri Schostakowitsch
(konzertante Aufführung)

Karl Jenkins (*1944): The armed Man - A Mass For Peace für Soli, Chor und Orchester

Ausführende: Landesjugendorchester Sachsen
Marie Hänsel - Sopran
Britta Schwarz - Alt
Ulrich Cordes - Tenor
Alexander Bischoff - Tenor
Andreas Scheibner - Bass
Leipziger Oratorienchor; Chorus 116 Dresden
Dirigent: Prof. Milko Kersten

52.Projekt des Landesjugendorchesters Sachsen Herbst 2017
Ein Projekt des Sächsischen Musikrates in Kooperation mit HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst