Bild: Tour A - Der AEG-VersuchstunnelBild: Tour A - Der AEG-Versuchstunnel
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Information zur Veranstaltung

Ab 1894 errichtete die „Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft“ (AEG) südlich des Humboldthains eine Großmaschinenfabrik, die unter namhaften Architekten wie Franz Schwechten und Peter Behrens zu einer regelrechten Fabrikstadt erweitert wurde. Um die Apparatefabrik an der Ackerstraße anzubinden, baute man einen 295 Meter langen Tunnel, durch den elektrisch angetriebene Züge Arbeiter und Material zwischen den beiden Standorten hin und her beförderten. Neue Verkehrsmittel waren zu dieser Zeit gefragt. Siemens schlug eine „Unterpflasterbahn“ vor, die AEG favorisierte nach Londoner Vorbild eine unterirdische Röhrenbahn. Letztendlich setzte sich Siemens zunächst mit dem preiswerteren Konzept einer Hochbahn durch. Die AEG nutzte ihren Tunnel aber weiterhin betriebsintern und zu Testzwecken. Um 1910 wurde die östliche Tunnelrampe abgebrochen und der Tunnel in den Keller eines Neubaus verlängert. Im Ersten Weltkrieg diente der Tunnel der Munitionsproduktion, im Zweiten Weltkrieg als „Werkluftschutzanlage“ für die Betriebsangehörigen. 1984 schließlich wurde der Standort durch die AEG geschlossen. Auf der östlichen Hälfte des Areals ließ ein Investor fast die gesamte historische Bausubstanz beseitigen, um in einem modernen Glaspalast seine Produktion anzusiedeln. In den verbliebenen und heute denkmalgeschützten Fabrikgebäuden ist ein Gründerzentrum sowie ein Technologiepark untergebracht.
Der Versuchstunnel selbst war lange Zeit nicht mehr zugänglich und stand teilweise unter Wasser. Doch seit dem Frühjahr 2016 hat der Verein mit Unterstützung des Eigentümers, der GSG, das Bauwerk instandgesetzt und das historische Gleis wieder freigelegt.
Unsere Besucher erhalten zunächst eine Einführung in die geschichtliche Entwicklung des Geländes, bevor sie den „ersten U-Bahntunnel Deutschlands“ erkunden.