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Über Tove Ditlevsen & Caroline Albertine Minor Tickets - Hamburg, Literaturhaus Hamburg

Event-Datum
Dienstag, den 23. November 2021
Beginn: 17:30 Uhr
Event-Ort
Schwanenwik 38,
22087 Hamburg
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Literaturhaus Hamburg (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind neben Mitgliedern des Literaturhaus-Vereins: Schüler, Studierende, Schwerbehinderte, Sozialhilfeempfänger und Arbeitssuchende sowie Inhaber der NDR Kultur-Karte.
Ticketpreise
ab 12,00 EUR und Ermäßigungen *
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Bild: Literaturhaus Hamburg - Livestreams
Im Rahmen der Nordischen Literaturtage 2021:

ÜBER TOVE DITLEVSEN (DK)
Ursel Allenstein und Friederike Schilbach stellen Leben und Werk vor

Die (Wieder-)Entdeckung historischer skandinavischer Texte boomt zurzeit im deutschsprachigen Literaturbetrieb – geradezu ein Tove-Fieber lösten dieses Frühjahr die drei schmalen Bände »Kindheit«, »Jugend« und »Abhängigkeit« der Dänin Tove Ditlevsen (1917 – 1976) aus. Sie sind Vorläufer von heutigen literarischen Bearbeitungen der eigenen Geschichte. In ihrer Kopenhagen- Trilogie aus den späten 1960er-Jahren beschreibt die Autorin in eindringlichen Sätzen ihren Weg aus dem Arbeitermilieu hin zur Schriftstellerin, Mutter und Ehefrau, der sie zu Erfolg wie zu Sucht führt. Ursel Allenstein hat die Bücher neu beziehungsweise erstmals übersetzt. Mit der Lektorin Friederike Schilbach stellt sie Ditlevsens Werk vor. Exklusiv geben sie zudem einen Vorgeschmack auf den Roman »Gesichter«, der Anfang 2022 auf Deutsch auch im Aufbau Verlag erscheint. Dieser Roman von 1968 ist ebenfalls autobiografisch geprägt – Tove Ditlevsen nähert sich darin ihrer psychischen Erkrankung –, allerdings deutlich experimenteller und mit der Hauptfigur Lise Mundus stärker fiktionalisiert.

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CAROLINE ALBERTINE MINOR (DK)

Mit Caroline Albertine Minor können Sie eine gegenwärtige Schriftstellerin aus Dänemark entdecken. Sie studierte – wie viele erfolgreiche dänische Autorinnen und Autoren – kreatives Schreiben an der Forfatterskolen in Kopenhagen. Ihr Erzählungsband »Velsignelser« war für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert und wurde mit dem Per-Olov-Enquist-Preis ausgezeichnet. »Der Panzer des Hummers« (Diogenes; Übersetzung: Ursel Allenstein) ist ihr drittes Buch – das erste, das auf Deutsch vorliegt. Nach einem surreal anmutenden Einstieg begleiten wir die Geschwister Gabel, deren Eltern früh gestorben sind: Ea lebt mit Partner und Stieftochter in San Francisco, Sidsel ist eine alleinerziehende Restauratorin, und Niels, ohne festen Wohnsitz, sorgt sich um einen depressiven Freund. Und dann ist da noch Bee, die als Medium Kontakt zu Toten aufnehmen kann – und eine weitere Erzählebene ermöglicht. »Der Panzer des Hummers« ist ein Episodenroman, der nach und nach eine Vorstellung von Familie skizziert und erzählt, wie familiäre Beziehungen uns lebenslänglich prägen.

Ursel Allenstein und Frieferike Schilbach stellen Leben und Werk der Autorin vor
Moderation: Ulrich Sonnenberg
Bild: Literaturhaus Hamburg

Von António Lobo Antunes bis Feridun Zaimoglu, von A. L. Kennedy bis John Banville: Seit 1989 ist die weiße Villa am Schwanenwik auf der Uhlenhorst Heimat für Nobelpreisträger und Nachwuchsautoren, für Künstler und Theaterleute, für Philosophen und Diskutierfreudige – eben für alle, denen die Literatur mehr als eine nette Freizeitbeschäftigung ist.

Doch nicht nur Autoren und Autorinnen der ganzen Welt, sondern gerade auch das Publikum liebt die gastfreundliche Atmosphäre, das anregende Klima und das anspruchsvolle literarische Programm im wunderbar restaurierten spätklassizistischen Haus an der Außenalster.