VATER - Tragikomödie von Florian Zeller Tickets - Gunzenhausen, Zionshalle

Event-Datum
Samstag, den 10. November 2018
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Hensoltstraße 58,
91710 Gunzenhausen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Stadt Gunzenhausen (Kontakt)

50 % Ermäßigung nach Vorlage des Ausweises für Behinderte ab einem Behinderungsgrad von 70 % (mit Merkzeichen B: Begleitperson frei).

Kontakt:
Kulturbüro Gunzenhausen
Tel. 09831/508-109
kulturamt@gunzenhausen.de
Ticketpreise
von 27,00 EUR bis 35,00 EUR
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Bild: Vater - Konzertdirektion Landgraf
2017: 2. INTHEGA-Preis DIE NEUBERIN
2014: Ausgezeichnet mit dem Prix Molière als BESTES STÜCK

Und FRANCE INTER, Paris schreibt:
„Vater“ ist genau das richtige Stück, wenn Sie das Theater lieben, wenn Sie Emotionen lieben, wenn Sie das Lachen lieben, das sich auflöst in Tränen und wenn Sie die Tränen lieben, die sich in Gelächter verwandeln.


Inhalt:

ANDRÉ:
Irgendwas Seltsames passiert. Als hätte ich kleine Löcher. Im Gedächtnis. Kriegt keiner mit. Winzig klein. Mit bloßem Auge nicht zu sehen. Aber ich, ich spüre es ...
(Florian Zeller, Vater, 10. Szene)

Der 80jährige André merkt, dass sich etwas verändert. Noch lebt er allein in seiner Pariser Wohnung und versucht, vor Anne, seiner älteren Tochter, den Eindruck aufrecht zu erhalten, alles sei in Ordnung. Wobei ganz offensichtlich ist, dass er allein nicht mehr zurechtkommen kann. Also organisiert sie für ihn Pflegehilfen, mit denen er sich aber ständig zerstreitet. Ein alter Mann, für den sich der Alltag mehr und mehr in ein verwirrendes Labyrinth verwandelt, auf der Spurensuche nach sich selbst. Weil seine Wahrnehmung sich immer mehr verschiebt, gerät er in eine Welt, in der seine Biografie nicht mehr gilt, weil die Welt, in der sie entstanden ist, am Verlöschen ist ...

Das Besondere an „Vater“ ist die ungewöhnliche Erzählstruktur. Erlebt wird die Handlung nämlich nicht chronologisch, sondern aus der Erlebniswelt des 80jährigen. Durch diesen hinterhältigen Trick des französischen Erfolgsautors wird der Zuschauer emotional an die Hauptperson gebunden, erlebt mit ihr dieselben Momente des Glücks, teilt mit ihr die Momente des Ausgeliefertseins, erfährt mit ihr die unbegreifbare Veränderung von Personen und Dingen und kann wie sie immer weniger unterscheiden: Was ist Realität, was Wahn oder Wunschvorstellung, was Halluzination oder fixe Idee.

Das klingt nach einem traurigen Theaterabend? Das Gegenteil ist der Fall. Zellers Text provoziert das Lachen. Die komödiantische Dynamik ergibt sich aus den abrupten Stimmungsschwankungen der Hauptperson.

Mit Ernst Wilhelm Lenik (Schauspieler des Jahres 2017 an den Schauspielbühnen in Stuttgart),
Irene Christ, Juliane Köster, Benjamin Kernen, Juliane Köster, Tim Niebuhr, Maja Müller / Nina Damaschke

Foto © Sabine Haymann