Bild: Viktoria und ihr Husar - Theater Philharmonie Thüringen
Viktoria und ihr Husar Tickets jetzt im Vorverkauf sichern. Karten für Viktoria und ihr Husar live im Rahmen der Spielzeit 2016/2017 des Theater Philharmonie Thüringen. weitere Infos

Information zur Veranstaltung

Operette in drei Akten und einem Vorspiel
Aus dem Ungarischen des Emmerich Földes von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda
Musik von Paul Abraham
Bühnenpraktische Rekonstruktion der Urfassung von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger
In der Reihe Die goldenen 20er

„Pardon Madame, pardon Madame, ich bin verliebt!“
John Cunlight

Rittmeister Stefan Koltay flieht in den Wirren des Ersten Weltkriegs aus russischer Kriegsgefangenschaft und findet Zuflucht in der amerikanischen Botschaft in Tokio. Ausgerechnet dort trifft er Viktoria wieder, mit der er sich einst verlobt hatte. Viktoria allerdings hat zwischenzeitlich den amerikanischen Diplomaten John Cunlight geheiratet, nachdem man ihr Koltays Tod angezeigt hatte. Cunlight, der nichts von dieser Vorgeschichte weiß, nimmt Koltay als Angehörigen der US-Botschaft mit nach St. Petersburg. Vergebens fordert der Rittmeister seine ehemalige Verlobte auf, ihren Mann zu verlassen. Als diese ablehnt, stellt sich der Flüchtling den Russen. Ein Jahr später begegnen sich alle drei auf einem ungarischen Weinlesefest wieder …

Die exotischen Handlungsorte und das dort anzutreffende Personal boten Paul Abraham den willkommenen Anlass zu einer mal turbulent-spritzigen, mal höchst sentimentalen Komposition. Deutlich werden auch die Einflüsse der Zwanziger Jahre in der Thematik, der filmischen Dramaturgie, den revuehaften Elementen und vor allem in der Musik, welche mit flotten Tanzrhythmen und Jazz-Elementen für beste Laune sorgt.
1930 in Budapest uraufgeführt, wurde Viktoria und ihr Husar zum ersten Welterfolg von Paul Abraham (1892-1960). Im selben Jahr feierte die Operette auch in Altenburg erfolgreich Premiere und wurde dort binnen zwei Spielzeiten, einschließlich der Abstecherorte, 56 Mal gespielt. Die Nationalsozialisten beendeten 1933 die so hoffnungsvoll begonnene Karriere des jüdischen Komponisten und verboten die Aufführung seiner Werke, die fortan für lange Zeit in Vergessenheit gerieten. Höchste Zeit also, Nummern wie „Mausi, süß warst du heute Nacht“, „Meine Mama war aus Yokohama“ und „Reich’ mir zum Abschied noch einmal die Hände“ wieder auf die Bühne zu bringen.