Vineta - Die Stadt der Diebe
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Information zur Veranstaltung

Vineta – Die Stadt der Diebe

Vineta hat alles versucht, um unbehelligt reich zu werden und reich zu bleiben. Die Stadt hat es mit Demokratie probiert – das brachte nur die Verteilung des Reichtums auf alle und schließlich Armut für alle. Krieg war ebenfalls untauglich für die Vermehrung des Reichtums, er brachte lediglich eine stete Vermehrung der Feinde. Ausbeutung der Mitmenschen lief eine zeitlang gut, aber schließlich erhoben sich die Ausgebeuteten – und man hatte die Feinde in der eigenen Stadt.

Nun aber glauben die Vineter den ultimativen Dreh für die Vermehrung des Reichtums gefunden zu haben – ohne sich Feinde zu machen: Diebstahl, auch Glücksspiel, Roulette, Black Jack, Hütchenspiel, Hedge Fond, Aktie, Anleihe, Waren-Termin-Geschäft, Staatsanleihe genannt. Eine zweite Variante ist das Betrügen von Schurken und Dieben.
„Wir machen euch reich! Ihr könnt Euer Geld verdoppeln oder gar verzehnfachen“, lautet die Einladung an die ganze Welt. „Nur Mut, lasst das Geld arbeiten und genießt das Leben“.

Das klappte und einige Gäste der Stadt wurden tatsächlich reich, aber vor allem verdiente Vineta ganz wie von selbst. Die Kaufleute, die meinten clever zu sein und dennoch ihr Geld verloren, redeten aus Scham nicht darüber. Auch mancher Bauer, der auf die Sprüche hereinfiel zog mit leerer Börse wieder ab – aber darüber reden, das wäre doch zu peinlich. Also galt weiterhin unwidersprochen der Werbeslogan: „Wir machen Euch reich!“ Vineta, mit allen Wassern der Betrügerei gewaschen, streute Gerüchte in die Welt, dass die Stadt auch eine leichte Beute für die harten Kerle aus der Zunft Seeräuberei sei, dass die Bürger ihr Geld unterm Kopfkissen versteckten. Tatsächlich überfielen Piraten die Stadt, doch statt die Stadt auszurauben, wurden die Seeräubern zur Beute für die Stadt. Und obendrein forderten sie noch Lösegeld von den Schiffskumpanen.

Es lief also besten in der Stadt der Diebe und für ihren König – bis eine schöne Unbekannte auftauchte, in die sich der König verliebte. Aber die Schöne hat kein Interesse, weder für Geld, noch gute Worte oder heiße Schwüre. Sie ist dem Bruder des Königs zugetan, der als Bettelmönch in Vineta lebt, denn diese vinetische Art zu leben missfiel dem jungen Mann gehörig und so schwor er allem irdischen Besitz ab. Er verachtete zutiefst das Diebes-System seines Bruders und stellt sich gegen Vineta und auch die vinetische Kirche, die ordentlich am diebischen und betrügerischen Umsatz beteiligt ist.

Die Schöne und der Bettelmönch sind in Liebe einander zugetan. Bevor die beiden aber die Stadt verlassen können, muss der Mönch seinem Gelübde abschwören und mit seinem Bruder abrechnen. Das glückliche Paar entflieht Vineta, das sein Systems des diebischen Geldmachens beibehält – und zum zweiten Mal von den Wasserfrauen gewarnt wird.

„Vineta, Vineta, du rieke Stadt, Vineta sall unnergahn, wieldeß se het väl Böses dahn“