Vom Gefühl her - Fuck u! - Theater Philharmonie Thüringen
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Information zur Veranstaltung

„Das ist die totale Dröhnung! (…) Wir haben nicht Kosten noch Mühen gescheut, mittenrein zu stoßen in ein Herz, durch das die Droge Methamphitamin pulsiert, das aber ihres und unseres sein könnte.“ aus Der Eismann, Hörspiel von Dirk Laucke

Die Droge Crystal Meth ist auf dem Vormarsch. Aus dem Jahresbericht 2015 der Suchtberatungsstelle Gera geht hervor, dass sich die Anzahl der Crystal-Abhängigen innerhalb der letzten sechs Jahre verdreifacht hat. Noch besorgniserregender ist die Entwicklung in Altenburg: Die Zahl derer, die sich wegen Crystal Meth in Behandlung begeben, ist in der Kreisstadt innerhalb von 5 Jahren um 600 Prozent gestiegen. Betroffen sind alle sozialen Schichten. Die Droge ist leicht zu beschaffen, preiswert und macht schnell psychisch abhängig, denn sie bedient vor allem das, was die moderne Gesellschaft immer mehr zu fordern scheint: Sie unterdrückt Hunger- und Schlafbedürfnisse und macht dadurch schlank und scheinbar leistungsfähiger. Das Einstiegsalter der Konsumenten sinkt stetig: „Einige fangen schon mit 12, 13 Jahren an, Crystal zu konsumieren“, weiß Dirk Laucke. Der Autor beschäftigt sich seit über einem Jahr intensiv mit dem Thema. Im November 2015 hatte sein Hörspiel Der Eismann über die Verbreitung von Crystal Meth im sächsischen Meerane Premiere. Für Theater&Philharmonie Thüringen schreibt er nun ein Stück für Zuschauer ab 13 Jahren. Es soll die Jugendlichen über die Droge, ihre Wirkung und die Folgen der Abhängigkeit aufklären, ohne dabei belehrend zu wirken.

Dirk Laucke (*1982) ist einer der gefragtesten Gegenwartsautoren: Nachdem er 2006 den Kleistförderpreis erhielt, wurde er ein Jahr später von der Fachzeitschrift „Theater heute“ zum Autor des Jahres gekürt. Es folgten Stückarbeiten u. a. für das GRIPS Theater Berlin und die Ruhrfestspiele Recklinghausen. 2015 wurde er zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Mit seinen Stücken ist Dirk Laucke am Puls der Zeit. Sie werden als realitätsnahe und feinfühlige Milieustudien interpretiert. Dabei kontrastiert Laucke authentische Geschichten mit absurden Szenerien und bissigem Humor. „Je desillusionierter, desto besser“, beschreibt er sein Credo.