WOLF BIERMANN & PAMELA BIERMANN und das NEUE ZENTRALQUARTETT Tickets - Dresden, Filmtheater Schauburg, Sergio-Leone-Saal

Event-Datum
Freitag, den 11. Januar 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Königsbrücker Str. 55,
01099 Dresden
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Konzert- und Theateragentur Andreas Grosse (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind Kinder, Schüler, Studenten, Arbeitslose, Zivildienstleistende, Dresden-Pass-Injhaber und Schwerbeschädigte (ab 70%) und deren Begleitperson bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises.
Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass nachzuweisen!
Ticketpreise
von 28,60 EUR bis 39,60 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Wolf Biermann & Pamela Biermann
»... paar eckige Runden drehn!« Biermann meets Jazz
WOLF BIERMANN & PAMELA BIERMANN und das NEUE ZENTRALQUARTETT

Mit
WOLF & PAMELA BIERMANN Gesang
ULRICH GUMPERT Klavier
GÜNTER BABY SOMMER Schlagwerk
HENRIK WALSDORF Altsaxophon
CHRISTOF THEWES Posaune


"Jazz is freedom" – dies wahre Wort prägte einer der kreativsten Meister seiner Musik, Thelonious Monk. Jazz war immer auch politisch, sein freies Spiel lieferte so manchen "Soundtrack" in sozialen Konflikten.
"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu" wurde ein geflügeltes Wort von Wolf Biermann, und in diesem Sinne erfüllt dieses Konzert sowohl die Erwartungen von Biermann-Fans, wie die der Jazz-Liebhaber.

Wolf Biermann hat mit seinen Liedern und Gedichten, wie kein anderer Dichter radikal das Staats -und Parteiensystem der DDR kritisiert. Ab 1965 versuchten die Herrschenden der DDR durch die Verhängung eines totalen Auftritts- und Publikationsverbots Wolf Biermann mundtot zu machen. Doch der Dichter beugte sich nicht, seine scharfe Kritik führte schließlich zu seiner Ausbürgerung im November 1976.

Wolf Biermann und das ZentralQuartett kennen einander seit den siebziger Jahren und sind seither Freunde und Weggefährten. Das ZENTRALQUARTETT gründete sich Anfang der 70 Jahre in der DDR und setzte im Bereich Free Jazz neue Maßstäbe. Die Rebellion zur Freiheit, die Wolf Biermann in seinen Liedern lebte, transportierten die Musiker über ihre Improvisationen und Kompositionen: "Die Viererbande personifizierte, was den "freien Jazz" in der DDR besonders machte: Spontanes und Strukturiertes, Hymnisches und Elegisches, Ausbruch und Aufbruch" ( MDR Figaro).
Die ironische Anspielung durch die Namensgebung ZENTRALQUARTETT auf das Zentralkomitee der SED (das Machtorgan der DDR) zeigt auch eine andere Seite: Dieser Jazz war nicht nur Ausdruck des Widerstandes und des Unangepasst-Seins, sondern auch Ausdruck für eine Art Humor, der wohl allen Diktaturen abgeht - und deshalb von den Mächtigen gefürchtet ist.

Wolf Biermann, gemeinsam mit seiner Frau, der Sängerin Pamela Biermann, und das NEUE ZENTRALQUARTETT lassen die "Best of Biermann"-Lieder in einem völlig neuen Sound erklingen. Klassiker wie "Ermutigung" oder "Und als wir an Ufer kamen" stehen neben den wild-experimentellen Schlagzeugsoli Baby Sommers, innige Duette von Wolf Biermann und Pamela Biermann zur Gitarre treffen auf die knallenden Bläsersätze von Thewes und Walsdorff und dem virtuosen Spiel Uli Gumperts. Das ist das "donnernde Leben", wie es der Liederdichter einst beschrieb.

Wolf Biermann und Pamela Biermann drehen mit dem NEUEN ZENTRALQUARTETT ".... paar eckige Runden" - unangepasst, frei und lebendig, so wie ihre gemeinsame Musik.

Das NEUE ZENTRALQUARTETT
Das ZENTRALQUARTETT gründete sich Anfang der 70 Jahre in der DDR und setzte im seinerzeit aufkommenden Free Jazz neue Maßstäbe in Europa. Die Rebellion zur Freiheit, die Wolf Biermann in seinen Liedern lebte, transportierten die Musiker über ihre Improvisationen und Kompositionen: "Spontanes und Strukturiertes, Hymnisches und Elegisches, Ausbruch und Aufbruch.“ (MDR Figaro). In der Band spielen die „Europeen Jazzlegend“ Günter Baby Sommer (dr) und Ulrich Gumpert (pi) – Freunde Biermanns schon seit den Jahren in der totalitären DDR. Die beiden jüngeren Kollegen Christof Thewes (tb) und Henrik Walsdorff (as) ergänzen die Band zum NEUEN ZENTRALQUARTETT.

PAMELA BIERMANN
geboren 1963 in Hamburg, ist die weibliche, starke Stimme als Kontrapunkt zur Männermusik dieses Konzerts. Als Sängerin trat sie erstmals 2012 im Berliner Ensemble in die Öffentlichkeit. Zusammen mit Wolf Biermann folgten zahlreiche Konzerte in Deutschland, der Schweiz und Österreich.
CD-Veröffentlichungen: Ach, die erste Liebe (2013) das sind Chansons und Lieder aus mancher Welt, ins Deutsche gebracht von Wolf Biermann.
"Die Kraft von Musik, von Wort und Dichtung und die Kraft der theatralischen Gestaltung finden zusammen. Bravo! Wolf und Pamela Biermann haben das Ideal des gemeinsamen Singens, jenseits des Kunstliedes, sehr schön, ja idealtypisch eingelöst." (SWR)

WOLF BIERMANN
1936 in Hamburg geboren. Der Vater, Kommunist und Jude, wurde 1943 in Auschwitz ermordet.1953 übersiedelte Biermann in die DDR. Erste Lieder und Gedichte seit 1960.
 Seit November 1965 totales Auftritts- und Publikationsverbot. Wolf Biermann wurde der radikalste Kritiker gegen die Parteidiktatur der DDR. 1976 wurde Wolf Biermann - gegen alle Rechtsnormen - ausgebürgert. Seitdem gibt er Konzerte in vielen Ländern der Welt und ist bekannt durch seine scharfzüngigen Essays, mit denen er sich provokant in die Tagespolitik einmischt. Biermann wurde mit allen großen deutschen Literaturpreisen ausgezeichnet. Seine Gedichtbände sind unter den meistverkauften der deutschen Nachkriegsliteratur.

In Zusammenarbeit mit RBB Kulturradio sangen Pamela Biermann und Wolf Biermann mit dem ZENTRALQUARTETT die CD »... paar eckige Runden drehn!« (2016) ein, auf der zum ersten Mal Biermanns Lieder mit dem Jazz zusammen kamen.
Eine Entdeckung im doppelten Sinne!