Bild: Warum ich mich auf Weihnachten freue - mit Ulrike Neradt, Michael Senzig und Jürgen StreckBild: Warum ich mich auf Weihnachten freue - mit Ulrike Neradt, Michael Senzig und Jürgen Streck
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Warum ich mich auf Weihnachten freue 


Hinter dem Titel „Warum ich mich auf Weihnachten freue“ verstecken sich Geschichten und Lieder, die die Zuhörer zunächst mit einem Rückblick durch die Jahreszeiten führen, bevor es im zweiten Teil dann richtig weihnachtlich besinnlich wird.

„Die schönsten Weihnachtsgeschichten schreibt das Leben selbst“, sagte Neradt. Und so sind die von ihr in Rheingauer Mundart geschriebenen humorvollen Geschichten auch direkt aus dem Leben gegriffen – vorwiegend aus ihrem eigenen Leben. Dass im Publikum aber immer wieder ähnliche Erinnerungen an die eigene Kindheit wach wurden, merkte man an den Lachsalven, Zurufen und Kommentaren.

So berichtet die Winzertochter vom Eltviller Weingut Diefenhardt zunächst von Campingurlauben mit der Familie anno 1960, vom Familienchaos und von nervigen Beifahrern. Dann schritt das Programm auf die schönste Jahreszeit zu, und beim „Kalenderlied“ von Franz Grothe sangen alle Zuschauer mit. „Weihnachte kimmt immer so schnell“, so ist eins von Neradts Büchern betitelt, aus denen sie an diesem Abend vorlas. Der Nikolausabend wird hier so beschrieben, dass man vor der Tür die „Krisch“ vom Knecht Ruprecht hört, der die „Kinner mitnimmt, mit dene der Nickeloos net fertisch wird“. Jahrelang rätselten die Kinder, wer sich hinter der Tür versteckte, und auch der Mann mit dem Rauschebart und dem roten Mantel kommt ihnen bekannt vor, denn seine gold-weiße Kappe ähnelte dem Kaffeewärmer von Oma. Erst Jahre später kommt heraus, dass Onkel Herbert sich sein Gewand immer im Kloster Tiefenthal bei den Nonnen ausleiht.

Lustig ist Neradts Beschreibung vom alljährlichen Aufstellen der Krippe, wo die Originalfiguren nach und nach wegen Beschädigung ausgetauscht werden mussten. „Hinter der Krippe stand nun ein Ochse, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurus“, sagt sie. „Wir hatten zudem nur „zwei“ Heilige Drei Könige, der dritte war Batman.“ Ein paar rothäutige Indianer und ein „käsiger Engel uffm Motorrad“ vervollständigen das Bild.

Die besonders an Weihnachten akribisch zu planende Familienlogistik von Onkeln, Tanten und Omas wurde in den von Neradt rezitierten Texten von Hans Schreiber („Wohin mit Oma?“) aufs Korn genommen. Das Gedicht „Feiertage“ von Hans-Dieter Hüsch fasste in Worte, wie es an dem großen Tag meist wirklich zugeht – man ist gerührt, hat die Pakete aufgeschnürt und ist dann gekränkt, denn es wurde das Falsche geschenkt.

Der bekannte Wiesbadener Tenor Michael Senzig ist der ideale gesangliche Partner an diesem Abend. So begeistert er, am Klavier begleitet von Jürgen Streck, im ersten Teil mit weltbekannten Liedern, Schlagern und Arien, die sofort das Publikum zum Mitsummen anregen. Im zweiten Teil stimmt auch Michael Senzig dann sehr stimmungsvolle weihnachtliche Lieder an, die im Duett mit Ulrike Neradt den Abend das Publikum in weihnachtliche Stimmung versetzen

Und dem Abend den Schlusspunkt setzt: Warum ich mich auf Weihnachten freue? Weil es die schönste Jahreszeit ist…..!