Who cares? Schreibende zwischen Kreativität und Elternschaft - Antonia Baum, Ralf Brönt, Anke Stelling Tickets - Stuttgart, Literaturhaus Stuttgart

Event-Datum
Freitag, den 05. Oktober 2018
Beginn: 19:30 Uhr
Event-Ort
Breitscheidstr. 4,
70174 Stuttgart
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Literaturhaus Stuttgart (Kontakt)

"ermäßigter Preis": Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arthaus-, Kulturgemeinschafts- und Gedokausweis

"halber Preis": MItglieder des Trägervereins Literatur- und Medienhaus Stuttgart sowie der Freunde Literaturhaus Stuttgart e.V.

Bitte beachten Sie, daß die Ermäßigungsnachweise beim Einlaß kontrolliert werden.
Ticketpreise
ab 10,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: I am Not - Literaturhaus Stuttgart
Moderation: Carolin Callies

Schreiben ist Obsession, Hingabe, Inspiration – und eine einsame Tätigkeit. Was passiert aber mit der Kreativität, wenn ein Kind ins Leben tritt? Wenn das "Zimmer für sich allein" (Virginia Woolf), das es dafür so dringend braucht, abhandenkommt? Die wenigen Frauen, die der literarische Kanon versammelt, sind kinderlos. An ihnen – wie an ihren männlichen Gegenübern – hat sich das Bild des Künstlers gefestigt, der außerhalb des Alltäglichen steht, dem etwas Mythisches oder Genialisches anhaftet. Elternschaft dagegen ist „gesteigerte Alltagsroutine“, so die Literaturkritikerin Ursula März. Schreibende Frauen verstoßen per se gegen weibliche Stereotypen. Sie gehen in die Öffentlichkeit, wollen gehört und gelesen werden. Die Schriftstellerin und Journalistin Antonia Baum schreibt in ihrem Essay "Stillleben" mit entwaffnender Ehrlichkeit über die Veränderungen, die ein Kind für alle Lebenslagen bedeuten kann. Die Schriftstellerin Anke Stelling geht in ihrem neuesten Roman "Schäfchen im Trockenen" der Frage nach, wer für wen und was verantwortlich ist, und der Autor Ralf Bönt ruft in seinem Manifest "Das entehrte Geschlecht“ den Männern ihr Recht auf ein "karrierefreies Leben" zu. Die drei kommen dabei auch ins Gespräch über Produktionsbedingungen des Schreibens heute: Was wird aus dem eigenen Selbstverständnis als Künstler*in, wenn der Beruf prekär zu werden droht?

Literaturhaus Stuttgart, Stuttgart