Bild: Wir sind Luther - Marc Becker
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Information zur Veranstaltung

Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich und man vergißt über sie alle Laster – Im Reformationsjahr dreht sich unser Theaterspektakel vor dem Marburger Rathaus um Leben und Wirken Martin Luthers.

Wir schließen uns den Worten des großen Reformators an und feiern das Jubiläum auf unsere Weise: mit Schauspiel, Spaß, Spott und Musik. Unzählige Zitate Luthers haben Einzug in den geflügelten Wortschatz der deutschen Sprache gefunden und auch Unausgesprochenes erfreut sich redensartlicher Beliebtheit. Gerade hier in Marburg, wo der gebürtige Eislebener buchstäblich das berühmte Tischtuch zwischen sich und Zwingli zerschnitt. Das Ende des Ablasshandels, die Übersetzung der Bibel ins Deutsche (und damit die Erfindung der Popkultur) und der Machtverlust der Kirche über das Seelenheil des Menschen sind bestimmt auch heute noch genug Gründe, einen Toast auszusprechen. Luthers Antisemitismus und sein nicht allzu
evangelisches Verhältnis zu Frauen können da leicht vergessen werden. Die spätere Vereinnahmung durch Nationalschwafler und Deutschtümler als Begründer eines völkischen Mythos wollen wir ihm aber nicht in die Schuhe schieben. Wer will schon päpstlicher als der Reformator sein? Gleichzeitig stellen wir uns die Frage, ob es jemanden wie ihn auch heute geben könnte. Ein Reformator braucht eine Vision, geeignete Medien, Charisma und gesellschaftliche Umstände, die für einen effektiven Resonanzkörper sorgen. Vielleicht ist er ja bereits da draußen, der neue Luther, bereit die Gunst der Stunde zu nutzen. Der Autor und Regisseur Marc Becker nähert sich dem Phänomen Luther mit absurdem Humor, rasantem Schauspiel und mitreißenden Liedern. Denn wir wissen schließlich: Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz.
(Text: theater-marburg.com)